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AK Vorarlberg warnt vor neuer Phishing-Welle

Neue Phishing-Welle: AK und Banken warnen vor Betrüger-Mails.
Neue Phishing-Welle: AK und Banken warnen vor Betrüger-Mails. ©hypovbg.at
Schwarzach - Die Arbeiterkammer Vorarlberg warnt vor einer neuen Welle von Phishing-Emails. Die Methoden werden immer dreister - trotzdem fallen immer weniger Menschen auf die Betrüger herein, sagt Karin Hinteregger von Konsumentenberatung der AK.
Karin Hinteregger (AK) im Gespräch

Die neueste Welle bedient sich eines besonders perfiden Tricks: Der Absender ist meistens eine Bank. In der Nachricht wird der Empfänger aufgefordert, Bankdaten einzugeben, weil ein Dritter auf seinen Netbanking-Account zugegriffen hat. Anschließend wird man zu einer gefälschten Log-in-Seiten weitergeleitet. Dort werden unter falschem Vorwand vertrauliche Kundendaten abgefragt.

Bank nimmt keinen Kontakt per Mail auf

Schon der Absender verrät einiges über die Authenzität des Emails, sagt Karin Hinteregger. Denn: “Ihre Bank oder ihr Kreditkartenunternehmen wird Sie niemals per E-Mail auffordern irgendwelche  Daten bekannt zu geben.” Außerdem fehlt bei diesen Nachrichten meistens die persönliche Anrede. Schadensfälle gab es dennoch fast keine in den vergangenen Jahren – zu offensichtlich sind viele der Täuschungsversuche, zu sensibilisiert viele der Kunden. 

Bis zu drei Jahre Haft

Das bestätigt auch Harald Longhi, Internetspezialist des Landeskriminalamtes Vorarlberg. Zwar gebe es keine österreichweiten Statistiken zu der Thematik. Anzeigen seien ihm  bisher aber nur wenige untergekommen. Das Problem: Es kann erst dann gehandelt werden, wenn ein Schaden entstanden ist. Liegt der vor, wären bis zu drei Jahre Haft möglich. Denn Phishing ist strafrechtlich betrachtet nichts anderes als schwerer Betrug.

Auch Banken warnen vor Betrüger-Mails

Auch verschiedene Banken hatten vor kurzem vor Phishing-Mails gewarnt. “Solche E-Mails sollte man entweder an den Netbanking-Helpdesk weiterleiten oder sofort löschen und niemals irgendwelche Daten eingeben”, so Erste-Internetexperte Günter Lazel gegenüber der APA. Erste Bank und Sparkassen würden niemals Kundendaten, Passwörter oder Kreditkartennummern von ihren Kunden abfragen. Auch am Telefon sollte man keinesfalls den TAN- oder TAC-Code bekanntgeben. Ein dementsprechender Warnhinweis ist beispielsweise auf der Seite der Hypo Bank Vorarlberg zu finden:

hypovbg.at
hypovbg.at ©hypovbg.at

Sind die Zugangsdaten einmal in den Händen von Betrügern, können diese Überweisungen – meist an ein Konto im Ausland – durchführen. (red)

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