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AK Vorarlberg warnt: Bittere Kostenfalle Streaming-Plattform

Viele ratlose User wenden sich an die AK Vorarlberg.
Viele ratlose User wenden sich an die AK Vorarlberg. ©W&W
Am W&W-Radar: Die AK Vorarlberg warnt vor kostenlosen Registrierungen bei Streaming-Plattformen.

Von Philipp Mück/Wann&Wo

Statt „Hände hoch – Geld her“ heißt es bei diesen Banditen „Wir möchten alle Liebhaber von Filmen auf unserem Film-Streaming-Portal herzlich begrüßen! Wenn Sie Kinofilme genauso mögen wie wir, dann sind Sie bei uns an richtiger Adresse.“ Von wegen. Immer mehr unseriöse Streaming-Plattformen laden die Besucher ein, sich „kostenlos“ zu registrieren. Sie locken mit großer Filmauswahl in HD-Qualität und verlangen nach wenigen Tagen von den Benutzern für den Premium-Status utopische Summen von bis zu 358 Euro pro Jahr. In der AK Vorarlberg häufen sich die Anrufe ratloser User. Konsumentenschützerin Claudia Herbst zieht aus einem ganzen Stapel den Fall einer jungen Unterländerin heraus, die inzwischen rund 480 Euro überweisen soll, sonst drohe die Pfändung. Dabei beteuert sie, dass sie niemals ein Premium-Jahresabo bei dem Anbieter „DogoStream.de“ geordert habe. „Wir sprechen von einer dreistelligen Anzahl von Betroffenen, die sich an die AK gewandt haben und gehen von einer Dunkelziffer aus, die weitaus höher ist“, erklärt Mag. Claudia Herbst vom Konsumentenschutz.

Internetbetrug steigt

Die Muster sind immer die selben: Konsumenten müssen sich auf den Streaming-Plattformen kostenlos registrieren, damit sie Filme sehen. Nach wenigen Tagen erhalten sie eine saftige Rechnung. Darin heißt es: „Laut unseren Nutzungsbedingungen hatten Sie die Möglichkeit, Ihren Account während der gesamten Testphase aus Ihren Einstellungen löschen. Da Sie es nicht getan haben, wurde Ihr Account automatisch mit dem Premium-Status um 1 Jahr verlängert.“
 Expertin Claudia Herbst rät zur Hilfe bei den Experten: „Es hängt alles vom Einzelfall ab. Im Zweifelsfall ist es ratsam, sich an die Arbeiterkammer zu wenden.“ Sie befasst sich dort mit immer mehr Fällen von Betroffenen: „Grundsätzlich sollte man immer aufpassen, wo man sich registriert, weil rechtsverbindliche Verträge auch im Netz zustande kommen können.“ Die Möglichkeiten im Netz erhöhen sich rapide und mit der Schnelllebigekit wächst auch der Internetbetrug. Die nächsten Tricks der Übeltäter sind vermutlich schon in Arbeit.

Tipps und Tricks

Hilfe von der AK

Bevor irgendwelche Mahnungen ignoriert werden, ist ein Anruf bei der Arbeiterkammer sehr ratsam. Die Experten vom Konsumentenschutz kennen die Tricks der Betrüger und können möglichen Betroffenen helfen.

Watchlist Internet

Die Watchlist Internet ist eine unabhängige Informationsplattform zu Internet-Betrug und betrugsähnlichen Online-Fallen aus Österreich. Sie informiert über aktuelle Betrugsfälle im Internet und gibt Tipps, wie man sich vor gängigen Betrugsmaschen schützen kann. Opfer von Internet-Betrug erhalten konkrete Anleitungen für weitere Schritte.

Ab in den Spam-Ordner

Verschieben Sie vermeintliche Inkassoschreiben, die Ihnen mit einem Gerichtsvollzieher drohen, in Ihren Spam-Ordner. Das führt dazu, dass Sie in Zukunft keine vergleichbaren Nachrichten
mehr erhalten.

Rechnung abbestellen

Die Watchlist Internet empfiehlt, weder auf Anrufe von dubiosen Plattformen, noch auf Nachrichten zu reagieren. Damit Sie keine weiteren Zahlungsaufforderungen der per E-Mail erhalten, gehen Sie an das Ende Ihrer Rechnung. Dort finden Sie den Link „Unsubscribe“. Betätigen Sie diesen und tragen Sie sich aus dem E-Mailverteiler des Anbieters aus. Das verhindert, dass Sie weitere Rechnungen erhalten.

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