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AK: "energy bean wirkt nicht die Bohne"

Feldkirch/Dornbirn - „Die kleine Bohne überzeugt durch ihre Wirkung“ – damit wirbt der Dornbirner Arzt für Allgemeinmedizin Dr. Walter Lintner für seine Erfindung. Ein Aufkleber mit dem Namen "energy bean" kann auf alle Wireless-Geräte wie Handy, Laptop oder Babyphon geklebt werden und soll dadurch schädliche Strahlung abhalten.

Die AK Vorarlberg hat nun vom gerichtlich zertifizierten Sachverständiger DI Wilhelm Brugger ein Gutachten erstellen lassen, das klar bescheinigt, dass keine „Veränderungen der physikalischen Eigenschaften in Bezug auf magnetische und elektrische Felder bzw. Strahlungsleistungen nachgewiesen werden können“.

Um 9,90 Euro bzw. 14,90 Euro können unterschiedliche „energy beans“ erstanden werden. Sie werden schließlich auf elektrische Geräte geklebt und sollen beispielsweise bei Handygesprächen ab 30 Minuten die Strahleneinwirkung reduzieren. „Wir haben in unserem Gutachten einen Föhn, einen Mixer, einen Laptop sowie zwei Handys testen lassen. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Bei keinem Gerät wurde auf irgendeine Art und Weise das physikalische Umfeld der elektrischen Betriebsmittel verändert“, erklärt Mag. Paul Rusching von der AK-Konsumentenberatung.

Die Marketing-Maschinerie des Dornbirner Arztes rattere somit mit haltlosen Versprechungen erfolgreich weiter. Die „energy bean“ kann via Amazon bestellt werden und ist zudem in unzähligen Geschäften in Vorarlberg erhältlich. Zudem gibt es einen stylischen Facebook-Aufrtitt mit über 1000 Personen, denen das Produkt gefällt sowie eine Homepage, die „beans“ mit ‚Glamour-faktor’, für Manager, für Menschen mit besonderen Ansprüchen usw. anbietet. „Hier werden gezielt junge Menschen und deren Eltern angesprochen. Ihnen wird vorgegaukelt, dass sie mit dem Aufkleben der Bohne intelligent mit ihrer Gesundheit umgehen. Es kann nur nochmals betont werden, dass diese Kleber in keiner Weise die Strahlenbelastung reduzieren“, verweist Rusching nochmals auf das Gutachten, das vom gerichtlich zertifizierten Sachverständiger DI Wilhelm Brugger durchgeführt wurde.

Die AK-Konsumentenberatung werde diesen Fall der Disziplinarkommission der Ärztekammer übermitteln, die dann entscheiden wird, ob der Erfinder und Arzt, Dr. Walter Lintner aus Dornbirn, Standesrecht verletzt habe.

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