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Afghanistan: Totenkopf nicht vom Friedhof

Die von deutschen Soldaten mutmaßlich geschändeten Leichenteile stammen offenbar nicht von einem Friedhof. Wehrbeauftragter Robbe: Die neuen Fotos sind wohl echt.

Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, sagte ein Zeuge, dass man sich das Gelände in Afghanistan wie eine Kiesgrube vorstellen müsse. „Dort haben die Afghanen den Lehm, den sie für ihre Ziegel benötigt haben, abgegraben. Dabei kamen diese ganzen Knochen raus. Es war kein Friedhof, keine Kultstätte“, sagte der Soldat in dem Interview.

Der Mann beschrieb auch den Ablauf der Schändung, deren Fotos am Mittwoch in der „Bild“-Zeitung veröffentlicht worden waren: „Zuerst hat man ihn hochgehalten und ein Foto gemacht. Dann wurde er aufs Fahrzeug montiert – bis zu dem Punkt, wo der eine sein Glied rausgeholt hat.“ Es habe keine Zwang zur Teilnahme gegeben, er habe sich aber unter Druck gefühlt: „Wenn man das nicht mitmacht, heißt es: Du Weichei, was stellst du dich so an.“

Der Zeuge stellte einen Zusammenhang zwischen den Bildern und dem belastenden Einsatz in Afghanistan her: „Ich vermute, dass die Hemmschwelle deshalb auch heruntergesetzt war. Dass die Angst einfach aus dem Inneren rauskommt.“

Die neuen Bilder, die der Fernsehsender RTL am Donnerstag gezeigt hat, sind wahrscheinlich echt. Davon müsse man nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ausgehen, sagte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, am Donnerstagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Die Vorfälle müssten jetzt aufgeklärt werden. Der Wehrbeauftragte sagte, dass es sich angesichts von insgesamt 200.000 bereits im Ausland eingesetzten Bundeswehr-Soldaten immer noch um Einzelfälle handle. RTL hatte zuvor neue Bilder gezeigt, auf denen Männer in Bundeswehr-Uniformen mit Totenköpfen posieren.

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