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Afghanistan: Frau wegen Ehebruchs gesteinigt

In Afghanistan ist erstmals seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban wieder eine Frau wegen Ehebruchs zu Tode gesteinigt worden. Ein Ermittlungsteam sei in die abgelegene Region entsandt worden.

Die 29-jährige Amina sei am Donnerstag auf der Grundlage einer Gerichtsentscheidung in der Provinz Badakhshan westlich der Stadt Faizabad öffentlich gesteinigt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ein Ermittlungsteam wird nun den Vorfall untersuchen.

Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, Amina sei von Behördenvertretern und ihrem Ehemann aus dem Haus ihrer Eltern gezerrt und anschließend gesteinigt worden. Der Mann, mit dem sie den Ehebruch begangen habe, sei mit 100 Peitschenhieben bestraft und dann freigelassen worden.

Ehebruch ist in dem moslemischen Land verboten und kann unter islamischem Recht, der Scharia, mit Strafen belegt werden, die von Auspeitschen bis zu Steinigung zum Tode reichen. Unter der Taliban waren diese Strafen in Afghanistan üblich. Die Steinigung Aminas ist allerdings der erste Fall, seitdem Präsident Hamid Karzai an der Macht ist.

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