Afghanistan: Dorf nicht bombardiert

Die US-geführten multinationalen Truppen haben Vorwürfe zurückgewiesen, das Dorf Asisi im Süden Afghanistans bombardiert zu haben. Nur "Präzisionsschüsse" abgefeuer.

Sie hätten am Montag vielmehr „Präzisionsschüsse“ auf Häuser abgefeuert, in denen sich Taliban-Rebellen verschanzt hätten, sagte ein Sprecher der Koalitionstruppen im Süden Afghanistans, Tom Collins, am Mittwoch in Kabul. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kandahar wurden dabei mindestens 16 Zivilisten getötet. Augenzeugen und ein Vertreter der afghanischen Menschenrechtskommission nannten noch höhere Zahlen.

Die US-Armee habe nicht gewusst, dass Zivilisten in den Häusern gewesen seien, betonte Collins. Sie habe auf einen Angriff von Taliban geantwortet. Nach seinen Angaben wurden bisher die Leichen von 20 Taliban gefunden, vermutlich seien aber bis zu 80 Rebellen getötet worden. Die Ermittlungen liefen weiter.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai empfing am Mittwoch in Kabul den Chef der US-geführten Koalitionstruppen, Karl Eikenberry. Karsai hatte den General wegen des Angriffs auf Asisi einbestellt. Karsai hatte bereits in der Vergangenheit die multinationalen Truppen dazu aufgerufen, bei ihren Angriffen auf Taliban das Leben von Zivilisten zu schonen.

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