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Ärztin in Niederlanden in Sterbehilfe-Prozess freigesprochen

Ein niederländisches Gericht hat eine Ärztin im Streit um Sterbehilfe für eine demenzkranke Frau freigesprochen. Alle Vorschriften im Zusammenhang mit der Sterbehilfe-Gesetzgebung seien eingehalten worden, sagte die Richterin Mariette Renckens beim Urteilsspruch am Mittwoch in Den Haag. Es war der erste Prozess dieser Art in den Niederlanden, seitdem dort Sterbehilfe legalisiert wurde.

Die Niederlande hatten am 1. April 2002 als erstes Land weltweit Sterbehilfe legalisiert. Sie ist allerdings nur dann erlaubt, wenn der Patient den Antrag dafür bei vollem Bewusstsein stellt und unter einer unheilbaren Krankheit und unerträglichen Schmerzen leidet. Jeder Fall muss einzeln von einer Kommission geprüft und genehmigt werden.

Die inzwischen nicht mehr praktizierende Ärztin hatte der 74-jährigen Patientin, die in einem frühen Krankheitsstadium den Wunsch nach Sterbehilfe geäußert hatte, 2016 ein Schlafmittel verabreicht, um den Prozess der Sterbehilfe einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Patientin habe es sich während des Vorgangs womöglich noch einmal anders überlegt.

(APA/ag.)

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