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Advent auf Afrikanisch

Musik kennt keine Grenzen!
Musik kennt keine Grenzen! ©Pezold
Lustenau. Das Theresienheim in Lustenau bot am Sonntagvormittag Bühne für das „Bochabela String Orchestra“. 21 junge AfrikanerInnen spielten auf ihren Streichinstrumenten ein Adventkonzert der besonderen Art.
Das Bochabela String Orchestra aus Südafrika gab ein Konzert im Theresienheim.

Nicht nur, dass die Streicher ohne einen Dirigenten spielten, das Orchester stellt sich zusammen aus Kindern und Jugendlichen, die in den Townships von Bloemfontein (Südafrika) groß geworden sind und für die es nicht selbstverständlich ist, ein Instrument zu lernen und auf Tournee gehen zu können. Bürgermeister Dr. Kurt Fischer begrüßte die afrikanischen Gäste: „We welcome you in Lustenau!“

 

 

Eine Zukunft in der Musik

Im Jahre 1840 erbaute Johannes Nicolaas Brits an einer von Blumen umwachsenen Quelle eine Farm, die er „Bloemfontein” nannte. Heute ist es die sechstgrößte Stadt der Republik Südafrika. Peter Guy, der amerikanische Kontrabassist hat im Jahr 1998 das Mangaung String Programm initiiert und das Streichorchester gegründet. Für die musikalischen Kinder von Bloemfontein ist Peter seitdem Mentor, Lehrer und Freund. Mit seinem Projekt will der Orchesterleiter den jungen Leuten eine Zukunft geben. Dass er mit seiner Idee eine Welle solchen Ausmaßes ins Rollen bringen und das größte Hoffnungsprojekt in den Townships Südafrikas auf die Beine stellen würde, damit hatte selbst Peter Guy nicht gerechnet. Unterstützt werden die Orchester-Streicher auch darin, ihr Wissen und Können an andere Jugendliche weiter zu geben, zu lehren und anderen Kindern in den Townships zu zeigen, dass es trotz widriger Lebensumstände ein Licht am Horizont gibt. Klaus Christa, Violinist und begeisterter Förderer der Idee: „Wir freuen uns sehr, wenn wir den Kindern eine solche Chance bieten können und sind dankbar für jede Unterstützung.“

Stress vor Weihnachten

In vierzehn Tagen 30 Konzerte zu absolvieren ist kein Pappenstiel, doch das macht den musikalischen Südafrikanern nichts aus. Mit der Kammersinfonie op. 110a von Dmitri Schostakowitsch und Rudolf Barshai, dem Konzert für Streicher und Viola in G-Dur von Georg Philipp Telemann und Die Geigen von Bloemfontein, beeindruckte das Orchester seine Zuhörer sehr und spielte sich mitten in deren Herzen.

 

Infobox:

Wer das Projekt unterstützen will kann sich gerne informieren: „musik in der pforte“, Bochabela String Orchestra, Telefon: 0650-3230463(Andreas Kositz)

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