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Action beim Sicherheitstag in Dornbirn

Dornbirn - Der Samstag stand ganz im Zeichen der Blaulichtorganisationen – allen voran der Landesgruppe der österreichischen Rettungshundebrigade, die das große Sicherheitsspektakel im Messegelände organisiert.

Die Vorarlberger Rettungshunde-Brigade zeigte am Samstag auf dem Messegelände Dornbirn, was ihre vierbeinigen Kollegen so drauf haben. Wer beim Wort Rettungshund immer noch an einen zotteligen Bernhardiner (möglichst mit Schnapsfässchen am Halsband) denkt, der einen durchgefrorenen Augustinermönch in schneegepeitschter Nacht über einen Alpenpass zerrt, der sollte am Samstag unbedingt die Dornbirner Messe besuchen. Denn dort zeigt die Vorarlberger Rettungshundebrigade beim „Sicherheitstag“ aller Blaulichtorganisationen, dass die modern ausgebildeten Rettungshunde viel mehr drauf haben, als Lawinenopfer auszugraben. Klar, die großen Lehrmeister waren zweifellos die frommen Männer vom 1050 gegründeten Hospiz am St. Bernhardpass, die im 17. Jahrhundert damit anfingen, Sennhunde aus der Umgebung zu züchten und auszubilden.

220 Millionen Riechzellen

Der heutige Rettungshund stöbert Menschen aus ganz verschiedenen Umgebungen auf: bei Erdbeben, Vermurungen, Haus­ein- stürzen, aber auch auf der Fläche auf der Suche nach vermissten oder verletzten Personen. Denn trotz „Hightech-Computer-Technomatik-Zeitalter“ ist der vierbeinige Menschenfreund durch nichts ersetzbar. „Wo modernste Technik versagt oder aufgegeben werden muss, dort werden unsere treuen Kameraden mit ihren rund 220 Millionen Riechzellen eingesetzt, um in Not geratene Menschen aufzuspüren“, erklärt Fritz Gruber von der Vorarlberger Rettungshunde-­Brigade. Zum Vergleich: Ein Mensch hat gerade einmal schlappe sieben Millionen Riechzellen. Bei einem Rettungshund komme es nicht auf die Rasse des Hundes an, so Gruber, sondern auf den Charakter, die Gesundheit und Kondition des Hundes. Der Einsatzhund muss nicht nur suchen können. Gehorsam sowie Trittsicherheit, Geschicklichkeit und Lenkbarkeit sind ebenso wichtig. Das soll aber nicht heißen, dass jeder, der mit seinem Dackel „Erdbebenschauen“ gehen will, auch genommen wird. Gruber: „Damit ein Rettungshundeteam – also Hundeführer und Hund – die Befugnis erhält, in einen Einsatz zu gehen, muss es eine bestandene Einsatzprüfung vorweisen können, die nicht länger als 16 Monate zurückliegt. Um diesen Anforderungen der jährlichen Prüfungen zu genügen, bleiben wir mit unseren Hunden immer im Training.“

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