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ACR vergibt zwei Preise nach Vorarlberg

Der ACR Woman Award ging an die Maschinenbauingenieurin Anke Ristow von V-Research
Der ACR Woman Award ging an die Maschinenbauingenieurin Anke Ristow von V-Research ©ACR/APA-Fotoservice/Preiss
Wirtschaftsministerium und Austrian Cooperative Research (ACR) vergaben am Mittwoch den ACR Kooperationspreis 2015 und den ACR Woman Award 2015. Staatssekretär Harald Mahrer und ACR-Präsident Martin Leitl übergaben die Preise. Die Verleihung fand im Rahmen der ACR Enquete in der Sky Lounge der Wirtschaftskammer Österreich in Wien statt.

Der ACR Woman Award nach Vorarlberg

Die Maschinenbauingenieurin Anke Ristow (45) von V-Research in Dornbirn wurde für ein Innovationsprojekt für einen großen Motorenhersteller aus der Schweiz ausgezeichnet. Es ging darum, dass Axialkolbenmaschinen, die Nutzfahrzeuge antreiben, leichter anfahren können und ein teurer Werkstoff durch einen wirtschaftlicheren ersetzt wird.

Über den ACR Woman Award

Seit 2010 vergeben die Austrian Cooperative Research (ACR) und das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft jedes Jahr den ACR Woman Award. Der Preis geht an eine Forscherin in einem naturwissenschaftlich-technischen Gebiet, die an einem ACR-Institut arbeitet. Ziel ist es, mit diesem Preis die individuelle Leistung der ausgezeichneten Wissenschaftlerin sichtbar zu machen und Frauen zu motivieren, eine Karriere in Naturwissenschaft und Technik einzuschlagen und zu verfolgen. Die eingereichten Anträge werden hinsichtlich Entwicklungspotenzial der Wissenschaftlerin, Innovationsgehalt des Projekts und praktische Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse beurteilt. Die Gewinnerin erhält 2.000 Euro, die für Aus- und Weiterbildung gewidmet sind.

ACR Kooperationspreis 2015 für Glas Marte

Mit dem Kooperationspreis wurden drei Innovationen ausgezeichnet – darunter eine aus Vorarlberg. Vorarlberger Gewinner ist Glas Marte (Bregenz) zusammen mit V-Research (Dornbirn).

ACR Enquete 2015
ACR Enquete 2015

Splitterstrukturiertes Glas wird gerne als Designelement eingesetzt. Bis dato war nicht optimal steuerbar, wie das Glas springen wird, und die Technik konnte für große glatte Flächen wie Fassaden nur eingeschränkt eingesetzt werden. Glas Marte aus Bregenz und das ACR Forschungsinstitut V-Research entwickelten ein Produktionsverfahren, wie man splitterstrukturiertes Glas im industriellen Maßstab herstellen kann – mit kontrollierter Splitterung und gleichbleibender Qualität. Das weiterentwickelte Produkt wird bereits erfolgreich am Markt verkauft.

Über die Kooperationspartner

Die Glas Marte GmbH wurde 1930 gegründet und hat inzwischen fast 250 Beschäftigte und einen Umsatz von rund 35 Mio.v Euro im Jahr. Der Exportanteil steigt und liegt aktuell bei 75 Prozent. Unternehmensgegenstand ist Glasbearbeitung und Glasverarbeitung. V-Research hat seinen Sitz in Dornbirn und wurde 2004 gegründet. Das Forschungsinstitut hat 22 Beschäftigte und ist auf zwei Themen spezialisiert: Tribologie und Design Automation. V Research ist seit 2013 ACR Mitglied.

Über die ACR

Die ACR – Austrian Cooperative Research ist Dachverband und Interessenvertretung für kooperative Forschungsinstitute. Forschung, Entwicklung und Innovation ist das gemeinsame Interesse der ACR-Institute. Dazu kommen Prüfen und Messen sowie Technologie- und Wissenstransfer. Alleinstellungsmerkmal: ACR-Institute erbringen über zwei Drittel ihrer Leistungen für kleine und mittlere Unternehmen. Damit trägt die ACR dazu bei, dass Innovation auch in mittelständischen Unternehmen präsent ist und hier Hürden beim Zugang zu Forschung und Entwicklung fallen. Gleichzeitig sind ACRInstitute wichtige Schnittstellen von Wissenschaft und Großbetrieben (national und international) in Richtung KMU. Jedes Jahr vergibt die ACR zusammen mit dem Wirtschaftsministerium den ACR Kooperationspreis für eine Innovation von einem KMU mit einem ACR-Institut.

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