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Ackermann vor dem Karriere-Aus - Razzia in seinem Büro

Ackermann wird nicht in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen gegen ihn.
Ackermann wird nicht in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen gegen ihn. ©dapd
Josef Ackermann gab am Montag bekannt, entgegen früherer Planungen nicht in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank aufzurücken. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt unterdessen gegen ihn im Rechtsstreit um die Milliardenpleite des Medienkonzerns von Leo Kirch.

Ursprünglich wollte der Chef der Deutschen Bank im kommenden Jahr in das Aufsichtsgremium wechseln, nachdem er seinen Vorstandsposten abgibt. Die “extrem herausfordernden Verhältnisse auf den internationalen Finanzmärkten und im politisch-regulatorischen Umfeld” erforderten den vollen Einsatz Ackermanns als Bankchef, teilte die Bank am Montag mit. Dies lasse keinen Raum für die für einen Wechsel in den Aufsichtsrat notwendigen Einzelgespräche mit Aktionären.

Nachfolger wird Paul Achleitner

Der Aufsichtsrat nehme diese Entscheidung “mit bedauern und Respekt zur Kenntnis”, teilte die Bank mit. Statt des Schweizers solle der Vorstand des Versicherers Allianz, Paul Achleitner, ein Österreicher, in das Aufsichtsgremium nachrücken. Er wird nach Angaben der Allianz dann aus dem Vorstand des Versicherungskonzerns ausscheiden.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ackermann

Derweil zeichnet sich im Rechtsstreit um die Milliardenpleite des Medienkonzerns von Leo Kirch eine spektakuläre Wende ab. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nun auch gegen Ackermann, wie am Montag aus dem Prozessumfeld verlautete.

Neben Ackermann ermittelt die Staatsanwaltschaft den Angaben zufolge auch gegen Aufsichtsrat-Chef Clemens Börsig, den ehemaligen Vorstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, und das ehemalige Vorstandsmitglied Tessen von Heydebreck. Dabei soll es um den Verdacht des versuchten Prozessbetrugs gehen. Die Betroffenen sollen im Gerichtsprozess um die Pleite des Kirch-Konzerns vor dem Münchner Oberlandesgericht Falschaussagen gemacht haben.

Büro von Ackermann wurde durchsucht

In diesem Zusammenhang hatten Ermittler in der vergangenen Woche die Büros von Ackermann und Börsig sowie Breuers Privatwohnung durchsucht, hieß es aus Finanzkreisen. Die Deutsche Bank wies die Anschuldigungen und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft am Montag als “unverhältnismäßig” zurück.

Die Anwälte der Bank stellten am Montag außerdem einen Befangenheitsantrag gegen die drei Richter des fünften Zivilsenats an dem Münchner Gericht, die den betreffenden Prozess verhandeln. Eine Einsicht in die Akten des Senats am vergangenen Freitag habe ergeben, dass es “mindestens seit März” eine “ständige Interaktion” zwischen Staatsanwaltschaft und den Richtern gegeben habe, hieß es aus dem Prozessumfeld.

Dies sei vor den Anwälten der Bank geheim gehalten worden. Daneben habe das Gericht die Ermittlungsverfahren gegen Ackermann und die übrigen Banker “gefördert”. Wie lange der eigentliche Prozess wegen des Befangenheitsantrages nun unterbrochen ist, ist den Angaben zufolge unklar.

(APA)

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