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Acht Betten können nicht belegt werden

Dornbirn - Die Durststrecke in der "Internen" am Krankenhaus Dornbirn soll Anfang 2010 beendet sein.
Krankenstation geschlossen

Wie bereits berichtet, muss eine Abteilung der „Internen“ am Dornbirner Krankenhaus vorübergehend geschlossen werden. Grund ist der akute Fachärztemangel, von dem allerdings nicht nur das Dornbirner Spital betroffen ist. Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele hofft, dass bis Anfang nächsten Jahres der personelle Engpass behoben ist und die Zimmer wieder aufgesperrt werden können. Primar Dr. Guntram Winder musste die Notbremse ziehen, auch um eine Überbelastung des Personals in der Abteilung Innere Medizin zu verhindern. Ihm fehlen derzeit vier Fachärzte. Für die Notmaßnahme hat Gesundheitsreferent Bürgermeister Rümmele Verständnis, „denn es geht in erster Linie um den Erhalt der Qualität der medizinischen Betreuung“. Der momentane Fachärztemangel sei vor allem auf die Rückkehr deutscher Ärzte in ihre Heimat, den Wechsel einiger Mediziner in die Schweiz und auf die Eröffnung eigener Praxen zurückzuführen. „Einige Ärzte, die eine eigene Praxis eröffnet haben, sind allerdings bereit, auch im Krankenhaus weiterhin als Teilzeitbeschäftigte auszuhelfen“, bedankt sich Rümmele bei den Medizinern für ihr Engagement.

Der Bürgermeister legt Wert auf die Feststellung, dass der Betrieb trotz des derzeitigen personellen Engpasses nicht beeinträchtigt wird: „Jeder Notfallpatient wird aufgenommen und behandelt.“ Außerdem seien nur acht Betten von der Schließung betroffen. Die Interne Abteilung verfügt über insgesamt 69 Betten.

Rümmele hofft nun auf ein baldiges Ende der Durststrecke: „Ich gehe davon aus, dass bis im Jänner oder Februar 2010 die offenen Stellen wieder besetzt werden können.“ Mindestens zwei Fachärzte sollen aus dem hauseigenen Team kommen. Auch in der orthopädischen Abteilung steht das Personal unter Dauerstress, weil immer mehr Patienten anklopfen. Ärzte und Pflegepersonal sind an der Grenze der Belastbarkeit angekommen. Wartezeiten für Hüft- oder Knieoperationen von mehr als einem Jahr sind derzeit die Regel. „Das bestätigt den hervorragenden Ruf der Orthopädie“, sieht Rümmele den Andrang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ab 1. Jänner arbeite man dort übrigens wieder mit voller Besetzung.

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