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Abstimmung über Schutz von Leben

Liechtenstein stimmt an diesem Wochenende über den Schutz des Lebens in der Verfassung ab. Eine katholisch-konservative Initiative hat die Volksabstimmung herbeigeführt.

Die Volksinitiative will unter allen Umständen verhindern, dass Abtreibungen im Fürstentum jemals erlaubt werden könnten. Sie verlangt den Schutz des Lebens von der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod als oberste Staatsaufgabe. Damit würde jegliche Form einer Fristenlösung, wie sie zum Beispiel in Österreich gilt, im Fürstentum unmöglich gemacht.

Demgegenüber stehen seit längerem Bestrebungen liberaler Kreise, Schwangerschaftsabbrüche unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Derzeit sind Abtreibungen in Liechtenstein unter Strafe gestellt, wie der ORF berichtet. Es wird geschätzt, dass rund 50 Frauen aus dem Fürstentum jedes Jahr im Ausland einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen.

Das Parlament hat sich bereits mit großer Mehrheit gegen die Initiative der Abtreibungsgegner ausgesprochen und einen gemäßigteren Vorschlag für mehr Menschenwürde in der Verfassung vorgelegt. Das Ergebnis der Volksabstimmung wird am Sonntagnachmittag feststehen.

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