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Abschwächung des Bevölkerungszuwachses

Der starke Zuwachs der Einwohnerzahlen Vorarlbergs des Jahres 2002 hat sich im ersten Halbjahr 2003 deutlich abgeschwächt.

Damals hatte die Wohnbevölkerung um 3.150 Personen zugenommen, es war dies ein Plus von 1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2003 stieg die Wohnbevölkerung von 355.341 Personen am 31. Dezember 2002 auf 356.554 am 30. Juni 2003. Es war dies eine Erhöhung um 1.213 Personen, ein Plus von 0,3 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Landesstelle für Statistik hervor, den Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Freitag, präsentierte.

Die Zahl der weiteren Wohnsitze war rückläufig. Sie sank von 17.018 Personen zum Jahresende 2002 auf 15.143 zur Jahresmitte 2003, um 1.875 Personen. Dies hat mit der Entwicklung in den Fremdenverkehrsgebieten zu tun. In Lech waren zu Weihnachten 3.754 Einwohner mit einem weiteren Wohnsitz gemeldet. Ein Großteil war in den Tourismusbetrieben beschäftigt. Bis zum 30. Juni 2003 sank diese Zahl auf 1.754 Personen, um genau 1.700. In anderen Tourismusgemeinden war die Entwicklung ähnlich.

Auf Grund der Aufgabe von weiteren Wohnsitzen war die Gesamtbevölkerung Vorarlbergs im ersten Halbjahr 2003 rückläufig. Sie sank von 372.359 Personen am 31. Dezember 2002 auf 371.697 am 30. Juni 2003, um 662 Personen, das entspricht einem Rückgang von 0,2 Prozent.

Von der Zunahme der Wohnbevölkerung im ersten Halbjahr 2003 stammen 750 aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung, ein Anteil von rund 60 Prozent und 460 aus dem Wanderungssaldo, ein Anteil von 40 Prozent. Im Jahre 2002 betrug diese Relation 50 zu 50.

Der Rückgang der weiteren Wohnsitze betrifft ausschließlich die Rückwanderung von Personen, die vorübergehend in Vorarlberg tätig waren, vorwiegend in der Tourismuswirtschaft. Es kam zu einer Netto-Abwanderung von 1.875 Personen.

Die Plus und Minus der Gesamtentwicklung informieren nur unzureichend über die tatsächlichen Veränderungen in der Vorarlberger Bevölkerungsstruktur.

  • Die Zahl der österreichischen Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Vorarlberg hat im ersten Halbjahr 2003 um 1.483 Personen zugenommen. In diesem Zeitraum wurden 1.345 ausländische Staatsangehörige eingebürgert. Der Geburtenüberschuss von Österreichern betrug rund 400 Lebendgeborene. Tatsächlich kam es also zu einer Netto-Abwanderung von rund 260 österreichischen Staatsangehörigen, die zum Jahresende 2002 in Vorarlberg einen Hauptwohnsitz hatten.
  • Die Zahl der Türken sank rein statistisch von 17.133 auf 16.632, um 501 Personen. Tatsächlich kam es aber bei den türkischen Staatsbürgern zu einer sehr beachtlichen Zuwanderung. Im ersten Halbjahr 2003 erhielten 954 Türken die österreichische Staatsbürgerschaft. Der Geburtenüberschuss betrug rund 180 Lebendgeborene, sodass eine Netto-Zuwanderung von 270 türkischen Staatsangehörigen verbleibt.
  • Die Zuwanderung aus dem ehemaligen Jugoslawien war im ersten Halbjahr 2003 kleiner als die Rückwanderung. Zum Jahresende wohnten in Vorarlberg 15.259 Staatsangehörige eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien, zur Jahresmitte 2003 waren es 14.996, um 263 Personen weniger. Wenn die 281 Staatsbürgerschaftsverleihungen an ehemalige Jugoslawen und ein Geburtenüberschuss von rund 80 Lebendgeborenen berücksichtigt wird, verbleibt eine Netto-Abwanderung von 60 Personen.
  • Eine Zuwanderung gab es auch aus einigen anderen Herkunftsländern. Im ersten Halbjahr 2003 betrug die Netto-Zuwanderung aus Italien 40 Personen, aus der ehemalige Sowjetunion 70 Personen und aus Amerika 80 Personen. Es handelt sich um Personen, die in Vorarlberg einen Hauptwohnsitz begründeten.

    Von der Reduzierung der weiteren Wohnsitze waren am meisten die österreichischen Staatsbürger betroffen. Am 31. Dezember 2002 hatten 11.992 österreichische Staatsbürger in Vorarlberg einen weiteren Wohnsitz, am 30. Juni 2003 noch 10.842, um 1.150 Personen weniger. Die weiteren Wohnsitze der deutschen Staatsangehörigen sanken im ersten Halbjahr 2003 um 200 Personen, der Türken um 50, der Ungarn um 60 und der Angehörigen eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien um 280. Bei den Türken, Ungarn und Jugoslawen, die zum Ende der Wintersaison Vorarlberg verlassen mussten, handelt es sich um so genannte Saisoniers.

    In den einzelnen Regionen war die Entwicklung sehr unterschiedlich. In den Tourismusregionen Arlberg, Brandnertal, Kleinwalsertal und Montafon hat nicht nur die Bevölkerung mit einem weiteren Wohnsitz im Zeitraum 31. Dezember 2002 bis 30. Juni 2003 abgenommen, sondern auch die Wohnbevölkerung. Einzelne Beschäftigte hatten während der Wintersaison 2002/03 auch den Hauptwohnsitz an ihren Arbeitsort verlegt, sodass nach Beendigung der Saison eine relativ große Zahl von Hauptwohnsitzen aufgegeben wurde. In Lech handelte es sich um 90, in Brand um 40, in Mittelberg um zehn und in der Montafoner Gemeinde St. Gallenkirch um 50 Hauptwohnsitze.

    Im Walgau hat die Wohnbevölkerung im ersten Halbjahr 2003 um 0,6 Prozent zugenommen, im Leiblachtal und Rheintal um je 0,4 Prozent sowie im Bregenzerwald und Großen Walsertal um je 0,3 Prozent.

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