"Abgespeckte" Polizzen

Dornbirn - Ein "Jahr der Unsicherheit" wird 2009 wird laut Dr. Luciano Cirina, Generaldirektor der Generali Österreich-Versicherungsgruppe. Weil Kunden einerseits – laut Studien zum Ausgabeverhalten – ihre Aufwendungen für Vorsorge und Besitzsicherung selbst in solch schwierigen Zeiten erstaunlich konstant halten, andererseits aber selbstverständlich auch ihre Polizzen auf Einsparmöglichkeiten durchleuchten, will die Generali schon ab Feber d. J. auch "abgespeckte" Versicherungsmöglichkeiten für preissensiblere Kunden anbieten.

“Wir werden damit im Bereich der Kfz-Kaskoversicherung starten, gedenken dies in Folge aber auch auf Unfall-Polizzen oder z. B. Bündelsachversicherungen für Eigenheim/Haushalt auszuweiten”, kündigten heute in Dornbirn Cirina und Arno Schuchter als Regionaldirektor für Vorarlberg an. „Abgespeckt” hieße am Beispiel der Kfz-Kasko, dass der Versicherte sich für 350 statt nur 250 Euro Selbstbehalt entschließt und im Gegenzug eine um ca. 15 Prozent niedrigere Prämie entrichtet. Auch wer seine Unfallversicherung bei kleineren Blessuren, für die heute rund 70 Prozent der Versicherungsaufwendungen anfallen, nicht in die Pflicht nimmt, soll dafür mit einer spürbaren Prämienreduktion belohnt werden.

Wie Cirina und Schuchter ausführten, entwickelt sich im Bundesland auch die Nachfrage nach betrieblichen Pensionsversicherungen („dritte Säule”) überdurchschnittlich. „Allein bei Generali sind diesbezüglich über 500 heimische Unternehmen Kunden, 2-Mann-Unternehmen ebenso wie großkalibrige Arbeitgeberbetriebe. Diese Zusatzpensionen machen im Schnitt von 30 bis 60 Prozent des Aktivgehalts, sind zunehmend wichtiges Asset der Mitarbeiterbindung” (Schuchter). Daneben boomt im Land ungebrochen die private Eigenvorsorge (zweite Säule): Während die Generali 2008 in Vorarlberg bei der Lebensversicherung abermals um 8,7 Prozent zulegen konnte, betrug der Zuwachs im österreichischen Durchschnitt nur mehr bescheidene 1 Prozent.

Mit ihrer 2008 ausgeschütteten Gewinnbeteiligung von 4,6 Prozent erreichte die Generali die zweithöchste Marke im Österreich-Vergleich. Der im März zu fixierende Wert für 2009 wird „jedenfalls auch eine Vier vor dem Komma haben” (Cirina). „Benchmark für die rotweißrote Branche bleiben” will die Generali übrigens auch hinsichtlich Schadensabwicklung – „in längstens 24 Stunden ist ein üblicher Fall reguliert” (Schuchter).

Mit ihrem im letzten Jahr akquirierten Prämienvolumen von „einer Achtel Milliarde” (125 Mill. Euro) sei die Generali als einzelnes Versicherungsinstitut laut Versicherungsverband Marktführer in Vorarlberg. Die zweitgrößte Steigerung nach Sparten schrieb sie übrigens als Krankenversicherer (+ 5,1 Prozent), weil „die Menschen eine andere Realität kennen als die von Politikern stets in Abrede gestellte Zweiklassenmedizin”.

 

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