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Abfallwirtschaftsplan wird fortgeschrieben

Mit einem Workshop startet am Donnerstag, 30. Juni, die Fortschreibung des Vorarlberger Abfallwirtschaftsplanes (AWP). In diesen Prozess integriert ist auch das neue Instrument einer strategischen Umweltprüfung (SUP).

Sowohl die qualifizierte als auch die breite Öffentlichkeit werden so in die Fortschreibung eingebunden. Das Ergebnis soll bis Mitte 2006 vorliegen. An dem Workshop nehmen Experten aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Umwelt und öffentliche Verwaltung sowie Vertreter von Interessengruppen teil. Die Abfallwirtschaft ist von sehr dynamischen Entwicklungen geprägt. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Überarbeitung und Anpassung des bereits seit sechs Jahren gültigen Abfallwirtschaftsplanes, erläutert Landesrat Egger. Dazu wird nun der Ist-Zustand der Vorarlberger Abfallwirtschaft analysiert und bewertet, Grundsätze und Ziele der künftigen Abfallbewirtschaftung formuliert sowie konkrete Maßnahmen festgelegt.

Die Besonderheit bei dieser Fortschreibung besteht in der Durchführung einer strategischen Umweltprüfung. Dadurch wird laut Egger gewährleistet, dass nicht nur die mit der Materie ohnehin befassten Verwaltungsstellen und Interessengruppen eingebunden sind sondern auch die breite Öffentlichkeit. Ziel ist es, einen flexiblen und praxisbezogenen Abfallwirtschaftsplan zu entwerfen, der auch neue Entwicklungen ermögliche.

Die zweite Fortschreibung des Abfallwirtschaftsplanes wird in erster Linie folgenden Themen widmen:

Ist-Situation; Trendentwicklung, Abfallvermeidung, Altstoffsammlung, Stoffliche Verwertung, Sammelstruktur und Transport, Bodenaushub und Baurestmassen, Entsorgungssicherheit, Anlagenbedarf und –kapazitäten.

Die SUP erfolgt zweistufig. In der ersten Stufe sind die Umweltbehörde, Umweltanwaltschaft, NGO`s und die betroffenen Interessengruppen eingebunden. Die breite Öffentlichkeit, politische Parteien, betroffene Verwaltungsstellen, Gemeindeverband, benachbarte Länder und der Bund werden in der zweiten Stufe informiert und konsultiert.

Landesrat Egger erwartet sich von der Fortschreibung eine breite, fachliche Diskussion, an deren Ende ein von allen Beteiligten getragener Konsens steht. Bis Mitte nächsten Jahres soll das Ergebnis vorliegen.

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