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Abbruchkante kann gesichert werden

Doren - Am Freitag wurde die Studie des Expertenteams um Univ. Prof. Dr. Dirk von Husen präsentiert. Schuld an der Rutschung ist der Wasserdruck, der sich im Inneren des Hanges aufgebaut hat.  |   

Der Hang in Doren besteht aus Wasser undurchlässigem und festen Sandstein sowie aus weichem Mergel. „Schuld an der Rutschung ist der Wasserdruck im Hanginneren”, so der Bodenmechaniker des Expertenteams, Helfried Breymann. Hinter dem Sandstein baut sich ein Wasserdruck auf. Wird der Druck zu groß, löst sich ein Teil des Hanges und gerät ins Rutschen. Noch ist nicht geklärt in welcher Tiefe und wie hoch der Wasserspiegel im Hang ist. Spezielle Bohrungen sollen die fehlenden Daten liefern. „Wenn ich alle Daten habe, kann ich genau sagen wo und wie angesetzt werden muss und das in Euro übersetzen”, so der Experte.

Nageln und Ankern

Trennbohrungen, um den Wasserdruck zu mindern, das Zürücknageln des Hanges und das Verankern des Hangfußes scheinen derzeit geeignete Maßnahmen zur Hangsicherung zu sein. Der Hang wird nach den Sicherungsmaßnahmen nicht mehr rutschen. „Ständige Kontrollen werden aber unverzichtbar sein, da Veränderungen in der Natur, den Hang wieder in Bewegung bringen könnten”, so das Expertenteam.

Sofortige Maßnahmen

Landesrat Erich Schwärzler zeigt sich erleichtert darüber, dass eine Sicherung der Abbruchkante technisch möglich ist. „Noch diesen Sommer soll mit den Spezialbohrungen begonnen werden”, so der Landesrat. Der Schuttstrohm wird unter der Aufsicht von Andreas Reiterer von der Wildbach- und Lawinenverbauung weiter entwässert. Um die Weißach-Problematik kümmert sich ein weiteres Expertenteam unter der Führung von Thomas Blank von der Abteilung Wasserwirtschaft. In Zusammenarbeit mit der Illwerke-/VKW-Gruppe soll gleichzeitig eine Wasserkraftnutzung geprüft werden. „ Die Möglichkeit, die Weißach in die Bregenzer Ache überzuleiten und die Wasserkraft mit Hilfe eines Kraftwerkes zu nutzen wurde von Illwerke-/VKW-Gruppe und dem Land Vorarlberg gemeinsam bereits angedacht”, so Schwärzler.

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