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Ab 2016 Hospiz im Sanatorium Mehrerau

Bgm. Markus Linhart, Abt Anselm van der Linde, Landesrat Christian Bernhard, Bischof Benno Elbs und Caritas-Direktor Peter Klinger
Bgm. Markus Linhart, Abt Anselm van der Linde, Landesrat Christian Bernhard, Bischof Benno Elbs und Caritas-Direktor Peter Klinger ©VLK
Bregenz - Vorarlberg erhält sein erstes stationäres Hospiz. Dazu wird das Sanatorium Mehrerau, dessen Auslastung nicht mehr ausreichend gegeben war, bis 2016 um zwei Millionen Euro umgebaut.

Betreiber des Hospizes mit zehn Betten wird die Caritas. Die 52 Mitarbeiter des Sanatoriums werden – “so sie wollen” – in den Landeskrankenhäusern eine Anstellung finden, sagte Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP).

2.500 Patienten hat das Sanatorium im Jahr 2013 aufgenommen, 85 Prozent der dort durchgeführten Operationen könnten aber inzwischen tagesklinisch gemacht werden, so Bernhard. Nur 8,5 Prozent müssten stationär durchgeführt werden. Für diese Eingriffe hätten die Landeskrankenhäuser genug Kapazität. Die niedergelassenen Ärzte, die bisher als Belegärzte in der Mehrerau Operationen durchgeführt haben, sollen künftig an den Landesspitälern operieren dürfen, bestätigte Bernhard.

Sukzessive Umstrukturierung

Die Umstrukturierungsmaßnahmen werden sukzessive vorgenommen. Bis Anfang April 2015 soll das Sanatorium noch als Beleg- und Transferkrankenhaus weitergeführt werden. Mitte 2015 starten die ersten Umbaumaßnahmen, 2016 soll dann das Hospiz in Betrieb gehen. In den übrigen Räumlichkeiten sollen Arztpraxen und Physiotherapieräume entstehen.

“Der Betrieb des Sanatoriums war nicht mehr medizinisch zweckmäßig und auch nicht zeitgemäß”, erklärte Bernhard am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Umso mehr freue es ihn, dass mit dem stationären Hospiz nicht nur der weitere Bestand des Hauses garantiert, sondern auch das Versorgungsnetz für schwerkranke und sterbende Menschen in Vorarlberg erweitert werde. Bedauern äußerte der Landesrat über die späte Information der Mitarbeiter. Die Pläne standen bereits im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-grünen Regierung. Das hatte die Belegschaft noch vor der offiziellen Informationsveranstaltung erfahren. “Es tut mir sehr leid. Das ist nicht die Art, wie ich Mitarbeiter behandeln will”, sagte Bernhard.

“Zehn Betten ausreichend”

Der Vorarlberger Caritas-Direktor Peter Klinger geht davon aus, dass “zehn Betten für die Hospizversorgung in Vorarlberg auslangen”. Man habe sich bei der Planung an internationalen Standards und Studien orientiert. Im stationären Hospiz würden Patienten zwischen vier Wochen und einigen Monate sein. Überzeugt ist Klinger, dass sich das Hospiz auch positiv auf die Palliativstation auswirke und es dort “weniger Wartezeiten geben wird”.

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