77 Fälle für IfS-Kinderschutz im Jahr 2003

77 Beratungen im Zusammenhang mit Kindern wurden im Vorjahr in der Gruppe Kinderschutz des Instituts für Sozialdienste (IfS) in Vorarlberg durchgeführt.

Wie das IfS am Montag in einer Aussendung bekannt gab, wurde das Institut in der Hälfte dieser Fälle wegen sexuellen Missbrauchs aufgesucht, in einem weiteren Drittel der Fälle bestand zumindest der Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Drei Viertel der mutmaßlichen Täter sind Männer, 21 Mal handelte es sich um die Väter der Kinder.

Beinahe zwei Drittel der 77 Kinder waren zwischen fünf und 14 Jahre alt, teilte das IfS mit. In 62 der 77 Fälle hatte sich eine Frau – zumeist die Mutter – mit der Bitte um Hilfe an das IfS gewandt. Wie Ruth Rüdisser, Leiterin der IfS-Gruppe Kinderschutz, betont, ist umsichtiges und rasches Handeln vonnöten, um den Betroffenen wirklich und dauerhaft zu helfen. „Gerade wenn es sich um Kinder und Jugendliche handelt“, so Rüdisser. Wie seitens des IfS verlautbarte, hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle seit der Schaffung der Gruppe Kinderschutz im Jahr 2002 in etwa verdoppelt. Die Dunkelziffer liege aber noch um einiges höher.

In der Gruppe Kinderschutz wird von Fachleuten (Psychologen, Sozialarbeitern, Psychotherapeuten) gemeinsam mit den Betroffenen die weitere Vorgehensweise geplant. Diese reiche von der Information bis hin zur psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung, erklärt Rüdisser. Wie Rüdisser betont, unterliege der IfS-Kinderschutz aber nur in Ausnahmefällen der Meldepflicht, dann nämlich, wenn die Gewalt mit anderen Mitteln nicht zu stoppen sei. Rüdisser: „Die Sicherheit des Kindes hat oberste Prioriät“.

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