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70 Prozent mehr Brände in Italien als im vergangenen Jahr

©AP
In Italien sind dieses Jahr 70 Prozent mehr Brände als 2006 gemeldet worden. Dies geht aus dem jüngsten Bericht der italienischen Feuerwehr hervor.

Seit Jahresbeginn wurden 7.164 Brände gemeldet, im vergangenen Jahr waren es 4.270 gewesen. Die von den Flammen zerstörte Fläche ist dieses Jahr um 250 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 112.740 Hektar Land ging dieses Jahr verloren, im vergangenen Jahr waren es 32.566 Hektar gewesen.

Die von den Bränden am stärksten belastete Region war Kalabrien, in der dieses Jahr 1.484 Brände gemeldet wurden, gefolgt von der Region Kampanien mit 1.479 Bränden. Kritisch war auch die Lage in der Toskana mit 533 Bränden.

261 Personen wurden seit Jahresbeginn wegen Brandstiftung angezeigt. In der Hälfte der Fälle handelt es sich um Männer zwischen 50 und 70 Jahren, meist Pensionisten.

Der italienische Innenminister, Giuliano Amato, hatte am Mittwoch bestritten, dass die Mafia für die verheerende Brandserie verantwortlich sei, wegen der in Süditalien 13 Menschen ums Leben gekommen sind. In vielen Fällen seien die Feuer von Hirten gelegt, die hoffen, Wälder in Weiden umzuwandeln. Mehrere Feuer seien auf Vandalenakte und Racheaktionen zurückzuführen. „Die Brände entwickeln sich in einer Situation sozialer Ausgrenzung“, betonte Amato.

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