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60 Jahre gemeinsam gemeistert

Das Ehepaar Ladner feiert die Diamantene Hochzeit
Das Ehepaar Ladner feiert die Diamantene Hochzeit

Lustenau. Heute kann in der Stiftergasse 5 das Ehepaar Hilde und Seraphin (Serri) Ladner auf das Fest der diamantenen Hochzeit anstoßen. „Wir feiern nicht groߓ, erzählt Frau Hilde, „mein Mann ist schlecht zu Fuߓ, „aber ein kleines Fest im Familienkreis gibt es schon!“ Die Hausarbeit bewältigt das betagte Paar zum großen Teil allein und unterstützt sich gemeinsam bei den anfallenden Arbeiten.

Es war im Jahr 1947, als ihre Wege sich kreuzten. Hilde kam damals von einem Urlaub aus Tirol zurück und lernte Serri, der aus Kappl im Paznauntal stammt und damals schon in Lustenau arbeitete, im Zug kennen. „Ich hab sie dann öfter gesehen, wenn ich die Post austrug und so hat es sich halt entwickelt“, meint der Jubilar schmunzelnd. Sie heirateten am 18. November 1949 auf dem Standesamt und zwei Tage später in der Wallfahrtskirche Maria Einsiedeln in der Schweiz. Eine Schwester von Seraphin (Luise) heiratete im Zuge einer Doppelhochzeit damals ihren Schweizer Verlobten. Mit dem Zug fuhr das Brautpaar Ladner zum Bestimmungsort und abends feierte man zuhause. Schließlich war Nachkriegszeit und große Feste damals noch eine Seltenheit.

Hilde stammt aus einer Lustenauer Familie und wurde als drittes der fünf Kinder des Ehepaars Rosa und Linus Hagen (Diesars) am 2. Dezember 1926 geboren. Während des Kriegs wurde sie kriegsdienstverpflichtet, dann arbeitete sie zeitlebens bei Wäsche-Prantl. Zuerst im Geschäft und später als Heimarbeiterin.

Seraphin wurde am 15. Jänner 1922 in eine kinderreiche Familie geboren. Seine Kindheit war überschattet vom frühen Tod des Vaters, den er schon mit vier Jahren verlor. Vor dem Krieg arbeitete er als Hausbursch in einem Hotel. Mit 18 Jahren wurde er zum Militärdienst einberufen und stand bald darauf an härtester Front im Kriegseinsatz. Er wurde zweimal schwer verwundet und geriet gegen Kriegsende in französische Gefangenschaft. Im März 1945 endlich heimgekehrt, fand er als Kriegsinvalide Arbeit bei der Post und wurde bald darauf als „Ersatzmann“ nach Lustenau eingeteilt. Durch die Heirat blieb Serri natürlich in Lustenau und war bis zur Pensionierung als Briefträger in sämtlichen Gemeindegebieten einmal im Einsatz.

Nach der Heirat wohnte das Ehepaar Ladner zehn Jahre in der Radetzkystraße bei „Marzellinos“. 1960 ging mit dem Einzug in das neue Haus in der Stiftergasse ein Traum für sie und ihre Kinder Kurt und Gertrud in Erfüllung. Später konnten sie auch die zweite Doppelhaushälfte dazu erwerben und sind froh über die Nähe zur Familie ihres Sohnes und die Besuche und Hilfe ihrer Tochter. Vier Enkelkinder sind gerngesehene Gäste beim Jubelpaar, das sich heute, nach so vielen Jahren, immer noch gut versteht. „Es gibt manchmal Meinungsverschiedenheiten“, erzählen sie, „aber wirklich gestritten haben wir uns nie!“

Zum besonderen Festtag gratuliert die ganze Familie und wünscht dem bescheidenen Paar zur diamantenen Hochzeit Gesundheit und eine schöne Feier im Kreis Angehörigen!

 

Bu.Foto alt(priv.): Das schöne Paar an seinem Hochzeitstag.

BU.Foto neu(priv.): 60. wunderbare Jahre.

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