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6 Fakten zum Schattenburgmuseum

©VOL.AT/Schwendinger
Feldkirch - Die Schattenburg ist das Wahrzeichen der Montfortstadt. Die Rettung und Wiederbelebung verdankt sie dem 1912 gegründeten Museums- und Heimatschutz-Verein. Seit fast hundert Jahren findet sich daher in ihren Gemäuern auch Feldkirchs Schattenburgmuseum.
Bilder vom Schattenburgmuseum
Getzner im Interview
Erweiterung des Schattenburgmuseums

Seit 800 Jahren befindet sich die Burg oberhalb der Stadt Feldkirch, errichtet von Graf Hugo, ihrem Gründer. Heute ist sie eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas und beherbergt neben einem Restaurant das Heimatmuseum Feldkirch.

1. Gründungsjahre

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Das Schattenburgmuseum wird bis heute vom Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch geführt, der 1912 statuiert wurde – mit dem Ziel, ein Museum zu schaffen. “Das erste war in der Stadt selbst, in der oberen Neustadt. Im Jahr 1917 zog der Verein mit seiner Sammlung dann in die Schattenburg”, erklärt Obmann Manfred Getzner im VOL.AT-Interview. Mittlerweile hat das Museum eine Endausbaustufe erreicht, wie Getzner das Neukonzept von 2010 nennt: “Seit diesem Zeitpunkt ist nun auch der Bergfried begehbar. Im Nebenraum hat man jetzt Einblick in den Nebentrakt, in die Räume des sogenannten Türmers und in das Wächterzimmer.”

2. Besucherzahlen

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Mit 25.000 bis 30.000 Besuchern jährlich ist das öffentliche Interesse am Museum ungebrochen. Auch 200 Schulklassen besuchen jedes Jahr die Schattenburg. Besonders stolz ist der Obmann aber auf die Internationalität der Gäste: “Deshalb haben wir auch einen Pool von etwa 20 Führern, die den Touristen in der jeweiligen Landessprache das Museum näher bringen können.” Buchbar sind Führungen auf Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Deutsch und auch Vorarlbergerisch. Die Zielgruppe des Museums ist daher nicht nur die heimische Bevölkerung, sondern Geschichts- und Kunstinteressierte aus der ganzen Welt.

3. Ausstellungsfläche

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Mit ungefähr 300 Quadratmetern Fläche stellt das Museum ihre Stücke in 18 Räumen zur Schau. Besonders wichtig ist es dem Obmann dabei, ein Gefühl der Räume der damaligen Zeit zu vermitteln, den Wohnraum. Deshalb gibt es auch nur wenige Glasvitrinen. Berühren darf man aber dennoch nichts. “Das vergessen gerade Kinder beim Rundgang gerne”, schmunzelt Getzner.

4. Ausstellungsstücke

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Ungefähr 5.600 Stücke sind derzeit im Besitz des Vereins, ausgestellt wird bei den verschiedenen Sonderausstellungen jeweils ein Drittel davon. “Wir sammeln und erhalten Gegenstände von geschichtlicher Bedeutung für diese Region, von heimischen Künstlern oder aus dem Bereich der Volkskunde”, informiert Getzner. Die Stücke werden dann wissenschaftlich aufgearbeitet und im Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der größte Teil der Sammlung stammt aus der Region Feldkirch von lokalen Künstlern. Es kommt aber auch vor, dass Werke aus allen Teilen der Welt angekauft werden um eine Sammlung zu komplettieren.

5. Zeitalter der Stücke

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Die meisten Kunstgegenstände sind in einem Zeitraum vom 17. bis zum 19. Jahrhundert gestaltet worden. Die Stücke der bildenden Künste stammen größtenteils aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das älteste Stück ist die Schattenburg selbst, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. “Wir haben aber auch Werke aus der Gegenwart, oberste Priorität unseres Vereins ist der Schutz des lokalen Kulturgutes”, ergänzt Getzner.

6. Wertvollstes Stück

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Das wertvollste Stück? Für den Obmann und Leiter des Museums ist das die schwierigste Frage: “Es gibt für einen Museumsverantwortlichen tatsächlich sehr viele wertvolle Lieblingsstücke. Wenn ich aber an die gotische Kunst denke, ist es ganz sicherlich der heilige Georg, der etwa um das Jahr 1300 entstanden ist. Er ist ein hervorragendes Beispiel der Hochgotik, wie wir sie sonst kaum in Vorarlberg erleben können. Gerade in unserer Region und der benachbarten Schweiz gibt es sehr viele Georgskirchen und damit ist dieses Kunstwerk ein bedeutendes Stück einer längst vergangenen Epoche.”

Fotos: VOL.AT/Schwendinger

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