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6.000 Unterschriften für "Wäldarhalle" gesammelt – FPÖ sieht Handlungsbedarf

FPÖ-Chef Egger setzt sich für Wäldarhalle in Reuthe ein.
FPÖ-Chef Egger setzt sich für Wäldarhalle in Reuthe ein. ©VOL.AT/Vonbank
Reuthe – Der Kampf um die "Wäldarhalle" wird immer mehr zum Politikum. Die FPÖ Vorarlberg und die Initiative “Pro Wäldarhalle” haben am Freitag in einer Pressekonferenz ihre Standpunkte dargelegt. Der Reuthinger Bürgermeister Arno Scharler spricht sich vehement gegen die Halle aus.
Dieter Egger über die Wäldarhalle
Jürgen Bereuter im Interview
Bürgermeister Scharler gegen die "Wäldarhalle"
Bilder von der PK in Reuthe
"Wäldarhalle" wird zum Politikum
Live-Ticker zum Nachlesen
FPÖ-Antrag zur "Wäldarhalle"

Seit vielen Jahren würde ein Freizeitangebot für die Jugend, aber auch für den Tourismus im Bregenzerwald fehlen. Aus diesem Grund habe sich die FPÖ diesem Projekt angenommen, erklärt Dieter Egger. “Dies ist ein Vorzeigeprojekt, hinter dem private Investoren und Ehrenamtliche stehen”, so der Chef der Ländle-FPÖ. Vor allem die Vielfalt und die Möglichkeiten, die diese Sport- und Eventarena bietet, sei eine Bereicherung für die Region. Aus diesem Grund werde die FPÖ einen Antrag im Landtag einbringen, in dem sie die Landesregierung auffordern mit den entsprechenden Parteien dieses Projekt umzusetzen. Jürgen Bereuter von der FPÖ Bregenzerwald will gemeinsam mit der Jugend das Projekt unterstützen.

Bürgermeister: “Nicht der richtige Standort”

Genau darin sieht der Reuthinger Bürgermeister Arno Scharler das Problem. “Mich stört, dass man nun die Jugend diesem Projekt vorne dran hängt.” Grundsätzlich kann er sich eine derartige Halle gut vorstellen, aber der Standort sei aus mehreren Gründen der Falsche. Einen alternativen Standort kenne er nicht, vor allem nicht in der Gemeinde Reuthe. Eine derartige Halle an diesem Ort sei daher mit ihm als Bürgermeister nicht umsetzbar.

Negative Stellungnahmen seitens der Behörden

„Bevor wir ein Großprojekt angehen, fragen wir bei den Behörden nach und bitten um eine Stellungnahme“, erklärt Scharler. Diese Stellungnahmen waren durchwegs negativ. So waren unter anderem die Beurteilungen von Forsttechnik, Naturschutz, Gewerbetechnik und Raumplanung negativ. „Einzig die Wasserwirtschaft gab ein O.K.”, sagt Scharler. Aus diesem Grund habe sich der Fachbeirat der Gemeinde und der Gemeindevorstand negativ zu diesem Projekt ausgesprochen. Einen Antrag für die Gemeindevertretung, in der dann über dieses Projekt abgestimmt wird, gibt es nach Angaben von Scharler noch nicht.

Fröwis: “Entwurf sieht aus wie eine weiße Plastiknudel”

Theresia Fröwis, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses, wollte schon vor mehreren Jahren eine Wälderdisko. Aus diesem Grund kann sie sich eine Umsetzung der Halle gut vorstellen, jedoch ist auch sie der Meinung, dass der aktuelle Standort der falsche ist. „Man sollte aber kein Politikum daraus machen, wie die FPÖ dies aktuell macht“, erklärt Fröwis. Die Gespräche seien bisher vernünftig und konstruktiv gewesen, wenn auch mit Rückschlägen. Sie ist davon überzeugt, dass mit der Zeit ein geeigneter Platz gefunden wird. Keinesfalls werde die Politik über die Gemeinde „drüberfahren“, sondern man müsse dies sauber ausdiskutieren. Eine Fertigstellung in ein bis zwei Jahren sei ein realistisches Ziel.

Neben dem Standort gefällt ihr auch die Architektur nicht. „Das sieht aus wie eine weiße Plastiknudel“, sagt Fröwis. Sie will eine bessere Architektur, auch zu einem höheren Preis. Wer die zusätzlichen Kosten übernehmen soll, bleibt hingegen offen.

Video: Bürgermeister Arno Scharler gegen “Wäldarhalle”

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Video: Jürgen Bereuter (FPÖ Bregenzerwald) im Interview

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Video: FPÖ-Chef Egger im Interview

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