57.745 Stimmen gegen Fracking

Ihr Stimme gegen Fracking - jetzt unterschreiben.
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Bregenz - Nur noch zwei Tage können Bürger gegen Fracking am Bodensee unterschreiben.

Landtag, VN, VOL.AT und Grüne boten den Menschen in Vorarlberg seit 18. Jänner die Gelegenheit, ihre Stimme zu erheben. Bis Mittwoch kamen 57.745 Unterschriften zusammen, die eindrucksvoll dokumentieren, dass der Bodensee für Fracking tabu bleiben muss. In zwei Tagen geht die Unterschriftenaktion zu Ende. Noch ist Gelegenheit zum Unterschreiben – analog über die Zeitung oder im Internet.

Fracking – korrekt lautet der Name dieser Methode zur Erdöl- und Erdgasförderung „Hydraulic Fracturing”. Das englische Wort „fracture” steht für aufbrechen oder aufreißen. Aufgebrochen wird der Widerstand des Gesteins, das einen kostbaren Bodenschatz in sich bindet: Schiefergas. Um es frei zu bekommen, pressen Bohrleute große Mengen von Wasser mit beigemengter Chemie unter die Erde. Dieser „Frac­fluid” erzeugt Risse. So kann das Gas entweichen.

Gut für die Industrie, sagen all jene, die mit begehrlichen Blicken die Entwicklung in den USA verfolgen. Dort hat die umstrittene Förderung von Öl und Gas aus Schiefergesteinsschichten zu einem massiven Rückgang der Energiekosten beigetragen. Verheerend für die Umwelt, warnen Ökologen. Üblicherweise werden rund zehn Millionen Liter Wasser und Quarzsand und pro Bohrung drei bis zwölf verschiedene Chemikalien (u. a. Biozide) ins Erdreich gepresst. Einige dieser chemischen Zusätze sind giftig und laut deutscher Gefahrstoffverordnung krebserregend. Der Transport der Abwässer bleibt oft ungelöst. Eine Studie der Duke University fand Hinweise, dass Trinkwasser in der Nähe von Gasförderbohrungen mit Gasen belastet ist. Untersuchungen der Universität von Missouri in Columbia ergaben, dass beim Fracking eingesetzte Spülflüssigkeiten in das Grundwasser benachbarter Brunnen gelangten.

Viel steht auf dem Spiel

Für den Bodensee verheißt all das nichts Gutes. Dass britische Unternehmen zwischen Konstanz und Biber­ach weitere zwei Jahre nach Schiefergas suchen dürfen, hat Zehntausende Menschen auf den Plan gerufen. In Deutschland haben grüne Organisationen und Gemeinden in den ­vergangenen Monaten lautstark Protest eingelegt. In Vorarlberg haben Landtag, Grüne, VN und VOL bis heute fast 58.000 Unterschriften gegen Fracking am See gesammelt.Dass die Konzessionen zur Schiefergassuche inzwischen unter britischen Konzernen weitergereicht werden, hat die Stimmung weiter angeheizt. Immerhin entnehmen 16 Wasserwerke rund um den Bodensee jedes Jahr rund 170 Millionen Kubikmeter Wasser. Vier Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus dem See. Nicht auszudenken, wenn diese Lebensquelle eines Tages versiegen würde.

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