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5 Jahre IfS-Interventionsstelle Vorarlberg

Die IfS-Interventionsstelle Vorarlberg ist eine anerkannte Opferschutzeinrichtung für Betroffene häuslicher Gewalt. 95 % davon sind Frauen und deren Kinder. Leider entspricht die Budget-Entwicklung immer weniger dem Bedarf.

Die IfS-Interventionsstelle betreut Opfer nach Wegweisungen und Betretungsverboten, bietet Hilfe bei Anträgen auf einstweilige Verfügung und Begleitung in Strafverfahren an, ganz nach dem Motto des IfS „Wir helfen weiter“.

Blickt man auf die fünf Jahre seit dem Bestehen der IfS-Interventionsstelle Vorarlberg zurück, so kann man anhand der Beratungen, der Wegweisungen und Betretungsverbote, ausgesprochen durch die Gendarmerie sowie der Anträge auf einstweilige Verfügung bei Gericht einen klaren Trend ablesen. Sowohl der Bedarf an Beratungen, als auch die Maßnahmen durch die Gendarmerie sind seit 1999 stark angestiegen. Gab es im ersten Jahr 163 Anmeldungen für eine Beratung, so stieg diese Zahl kontinuierlich auf 355 an. Insgesamt wurden in diesen fünf Jahren 1.364 Personen beraten und aktiv begleitet. Die Anzahl der Betretungsverbote und der Anträge auf einstweilige Verfügung stiegen ebenfalls um mehr als 100 Prozent.

„Unser Angebot hat sich bewährt“, so die Leiterin der Interventionsstelle, Elisabeth Kiesenebner-Bauer. „Das Hilfsangebot ist niederschwellig und berücksichtigt die komplexen Bedürfnisse der gefährdeten Personen. Durch den pro-aktiven Zugang auf die von häuslicher Gewalt Betroffenen und eine kurzfristige Terminvergabe kommen wir den Bedürfnissen der Opfern entgegen. Nach einem Betretungsverbot setzen wir uns umgehend mit dem Opfer in Kontakt und bieten Beratung und Begleitung an. Als besonders zielführend hat sich die enge Zusammenarbeit mit der Exekutive, dem Gericht und den Beratungsstellen erwiesen.“ In diesem Zusammenhang haben zahlreiche Informations- und Kooperationsgespräche sowie Schulungen stattgefunden. Um dies zu verdeutlichen und zu würdigen, findet am 26. November 2004 eine Veranstaltung unter dem Motto „Jeder Tag ohne Gewalt ist ein Gewinn“ statt.

“Schere klafft auseinander”

„Die Schere zwischen der Zunahme der KlientInnen und den Budgetmitteln klafft leider auseinander“, bedauert Kiesenebner-Bauer. Die Entwicklung des Budgets entspricht nicht dem Bedarf am Interventionsangebot. „Die Kapazitätsgrenze ist längst überschritten, wir können jedoch keine zusätzliche Beraterin beschäftigen.“ Wenn man jedoch die Folgekosten von häuslicher Gewalt berücksichtigt, z.B. bei gesundheitlichen Langzeitschäden und daraus resultierender Arbeitsunfähigkeit, wird am falschen Ort gespart, wenn Opferschutzeinrichtungen nicht ausreichend finanziert werden.

Eine Schweizer Studie beziffert diese jährlichen Folgekosten in den Bereichen Polizei, Gericht, Strafvollzug, Gesundheitsvorsorge, Sozialhilfe, Opferhilfe und Zufluchtseinrichtungen auf rund 400 Mio. Schweizer Franken. „Das Budget sollte dem Bedarf an Betreuung und Beratung angepasst werden“, legt Kiesenebner-Bauer dar. „Dann können wir der häuslichen Gewalt adäquat entgegenwirken und mithelfen gesellschaftliche Folgekosten zu verringern, die in Summe um ein vielfaches höher sind, als das was für Hilfsangebote ausgegeben wird.“

Fact-Box:

IfS-Interventionsstelle (IST) Vorarlberg
Drevestr. 2
6800 Feldkirch
Leiterin: Elisabeth Kiesenebner-Bauer

www.ifs.at

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