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40 Millionen Euro für OP-Säle

Feldkirch, Bregenz - Rolle von Feldkirch soll gestärkt werden. Auch beim LKH Bregenz geht es weiter.

Rund 40 MillionenEuro werden in den nächsten fünf Jahren in die Errichtung eines neuen OP-Bereichs am Landeskrankenhaus Feldkirch investiert. Die sogenannte „OP-Spange-Süd“ umfasst insgesamt 14 Operationssäle sowie eine Intensiv-Überwachungsstation mit vier Betten. Damit wird das erste Teilprojekt des 2007 erstellten Masterplans umgesetzt. Weiter geht es auch beim Landeskrankenhaus Bregenz, wo noch zwei Bauetappen fehlen. Laut Landesstatthalter Markus Wallner sind im Budget 2012 die nötigen Planungskosten vorgesehen. Der Um- und Neubau des alten Trakts erfordert noch einmal etwa 20 MillionenEuro. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Entwicklung des Schwerpunktkrankenhauses als dem „Schwungrad“ der heimischen Spitalszene. „Wir wollen die Rolle von Feldkirch stärken“, sind sich Markus Wallner und Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) in diesem Punkt einig. Dass der massive Ausbau der OP-Kapazitäten zulasten der übrigen Landeskrankenhäuser gehen könnte, stellen Wallner und Fleisch zwar in Abrede. Sehr wohl jedoch sollen „Abstufungen und Spezialisierungen“ vorangetrieben werden, um eine „abgerundete Auslastung“ der anderen Spitäler zu erreichen, wie es der KHBG-Geschäftsführer kryptisch formuliert. Eine Erweiterung des räumlichen Operationsangebots sei ein Gebot der Stunde. Derzeit liegt die Zahl der operativen Eingriffe bei über 20.000 im Jahr. Schon fürdie nähere Zukunft hat eine Bedarfserhebung kräftige Steigerungsraten prognostiziert. Im OP-Bereich West ist ein fünfter Operationssaal gerade im Bau, die Fertigstellung für 2012 anvisiert. Er dient der Überbrückung bereits bestehender Engpässe.

Zentraler Bereich

Grundsätzlich gehe es bei allen künftigen Baumaßnahmen um eine Zusammenführung der auf zwei Häuser verteilten Bereiche. „Patientenströme müssen von Mitarbeiter- und Lieferantenströmen getrennt werden“, so Gerald Fleisch. Ein Teilstück in diesem Puzzle stellt die neue Versorgungsspange dar. Im Projekt „OP-Spange-Süd“ steht im Vordergrund, die operativen Teilbereiche räumlich und organisatorisch zu einem zentralen Operationsbereich zusammenzufassen. Das zweite Kernstück bildet die Einrichtung einer Intensiv-Überwachungseinheit sowie einer Schlaganfall-Einheit mit vier Betten.

Zusätzliches Geld für Personal

Während in baulicher Hinsicht alles klar scheint, macht der Ärztemangel mehr und mehr Probleme. „Das ist die größte Herausforderung“, bestätigt Markus Wallner. Eine Million Euro stellte das Land heuer für verschiedenste Maßnahmen wie eine bessere Dotierung für Quereinsteiger sowie die Entlastung von älteren Medizinern vom Nachtdienst zur Verfügung. Die gleiche Summe soll es auch nächstes Jahr geben. „In erster Linie muss es uns gelingen, junge Leute fürden Ärzteberuf zu begeistern“, so Wallner.

FAKTEN

  • 540 Betten stehen im LKH Feldkirch zur Verfügung.
  • 37.000 Patienten werden pro Jahr in Feldkirch behandelt.
  • 170.000 Patienten frequentieren die Ambulanzen.
  • 6000 Quadratmeter umfasst die geplante Neubaufläche.

(VN)

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