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40 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

Mit einer Messe im Petersdom hat Papst Benedikt XVI. am Donnerstag dem 40. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils gedacht. Er rief die Kirche auf, den vom Konzil eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Joseph Ratzinger hatte als Berater des Kölner Kardinal-Erzbischofs Joseph Frings an dem von 1962 bis 1965 tagenden Konzil teilgenommen, das die Erneuerung der katholischen Kirche, einen intensiveren Dialog mit anderen Religionen und die Öffnung zur Welt eingeleitet hatte.

Der Papst rief die Kirche auf, den vom Konzil eingeschlagenen Weg der Erneuerung nach dem Evangelium fortzusetzen, wie Kathpress meldet. Die Kirche müsse „Zeichen und Werkzeug“ der Gemeinschaft mit Gott und der ganzen Menschheit sein, betonte er unter Hinweis auf die Kirchenkonstitution des Konzils („Lumen gentium“). Nach der Formulierung der Konzilserklärung über die Kirche in der Welt von heute („Gaudium et spes“) sollten sich die Christen „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ der Menschen von heute, „besonders der Armen und Bedrängten aller Art“, zu eigen machen.

Benedikt XVI. kritisierte in seiner Predigt ein falsch verstandenes Bild persönlicher Freiheit: Viele Menschen seien der Auffassung, dass Gott ihnen etwas wegnehme, „dass Gott eine Konkurrenz ist, die unsere Freiheit beschränkt“, sagte der Papst. Daraus folge die Überlegung, „dass jemand, der nicht sündigt, eine im Grunde genommen langweilige Person ist, dass in seinem Leben etwas fehlt“.

In einer arabischen Fürbitte wurde für die Politiker und Mächtigen der Welt gebetet, damit sie sich „unermüdlich für Gerechtigkeit und Frieden unter den Völkern einsetzen“. Auf Deutsch wurde der Theologen gedacht, damit sie „die Botschaft des Evangeliums in Treue leben“ und sich in Forschung und Verkündigung vom Heiligen Geist leiten lassen. Auf Chinesisch wurde an die Notwendigkeit erinnert, am Leiden der Mitmenschen Anteil zu nehmen und sie zu unterstützen.

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