40 Jahre Woodstock

Dornbirn - Woodstock gilt als das wichtigste Rock-Festival. Vom 15. bis 17. August 1969 feierten die Blumenkinder in den USA ein Fest der freien Liebe, der Musik und des Friedens. 40 Jahre sind ein Grund sich zu erinnern. Auch in Vorarlberg.
Woodstock-Souvenirs

Alles begann am 15. August mit dem Folk-Sänger Richie Havens. Er betrat im roten Kittel und einer Gitarre in der Hand die Bühne und zupfte die ersten Akkorde zu seinem „High Flyin’ Bird“. Ihm folgten zahlreiche Musikgrößen: Ravi Shankar, Santana, Janis Joplin, Joe Cocker und Jefferson Airplane. Verknüpft wird das Rockfestival vor allem aber mit dem Ausnahmegitarristen Jimi Hendrix. Sein Auftritt mit kreischender Gitarre, während er mit kehliger Stimme „Hey Joe“ singt, ist unvergessen.

Auch Künstler mit politischer Aussage traten an diesen Tagen auf: Die im sechsten Monat schwangere Joan Baez sang einen alten Gospelsong „We shall overcome“. Ja, wir werden siegen! „Wir werden Hand in Hand gehen, frei sein, ohne Furcht und nicht allein …“ Das Lied gilt als die unsterbliche Hymne der Bürgerrechts- und der Antikkriegsbewegung.

VOL Live hat sich umgehört

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Mit Woodstock unwiederbringlich verbunden ist außerdem die Vorstellung von nackten Leibern, die sich im Schlamm wälzen, von Drogen und völliger Ekstase. Dies sind die Bilder, die auch die Vorarlberger sofort im Kopf haben, wenn man sie nach dem Festival befragt.

Was viele nicht wissen:  Eigentlich ging es den Initiatoren ums Geschäft. In Anzeigen suchten sie „junge Männer mit unbegrenzten Mitteln“, die sich an einem „interessanten Investment beteiligen“ sollten. Die Karten kosteten im Vorverkauf 18 Dollar, an der Kasse 24. Ort: Eine 240 Hektar große Farm im Landstädtchen Bethel im US-Staat New York. 70 Kilometer von der wirklichen Stadt Woodstock entfernt. Die Veranstalter merkten jedoch schnell, dass statt der erwarteten gut 50.000 Besucher schließlich 500.000 kamen. Die Zäune wurden niedergerissen und das Konzert wurde unfreiwillig „kostenlos“.

Trotz allgemeiner friedlicher Atmosphäre zählte das Festival auch einige Opfer: Zwei Besucher starben, einer an einer Überdosis Heroin, den anderen überrollte ein Trecker. Aber auch zwei Babys wurden auf der schlammigen Wiese geboren.

Erst Jahre später sollte man wirklich begreifen, was dieses Ereignis für die Jugend- und Popkultur und die Gesellschaft bedeutete. Kein anderes Ereignis prägte eine ganze Musikgeneration auf diese Art und Weise. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass junge Vorarlberger sich wünschten, damals in New York dabei gewesen zu sein und generell die 60er Jahre bewusst miterlebt zu haben: „Zu der Zeit gab es einfach viel weniger Stress. Heute ist man nicht so relaxt“.

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