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37 Gebiete im mehr als „Drei-Täler-Pass“

Am Saloberkopf, der von drei Bahnen erschlossen wird, stand vor 20 Jahren die „Wiege“ für den erfolgreichen „3-Täler-Pass“.
Am Saloberkopf, der von drei Bahnen erschlossen wird, stand vor 20 Jahren die „Wiege“ für den erfolgreichen „3-Täler-Pass“.
Heute ziehen die Mitgliedsgesellschaften Bilanz über 20 erfolgreiche Jahre.

Schwarzenberg. (stp) Der Platzbedarf für die regelmäßigen Sitzungen hat sich im Verlauf der vergangenen zwei Jahrzehnte stetig erhöht. Genügten den zwölf „Gründungsmitgliedern“ noch ein größerer Stammtisch, so hat sich der Platzbedarf sehr schnell auf einen mittleren Saal erhöht und heute treffen sich die Vertreter von insgesamt 37 Skigebieten zu einer Festveranstaltung in Schwarzenberg.

„Wiege“ stand am Salober

Entstanden ist der umfassende Skipass, der längst über die ursprünglichen „3-Täler“ hinausgewachsen ist, im hinteren Bregenzerwald, wo vor mehr als drei Jahrzehnten ein erster Versuch mit der Skikarte (damals noch als Punktekarte) für die Subregion gestartet wurde. Auch die Tarifgemeinschaft Schröcken-Warth wurde wieder aufgegeben, ehe der Ausbau der Skigebiete von Schröcken und Warth zum Handeln zwang. Anfang der 80er-Jahre führten drei Bahnen auf den Saloberkopf, zwei davon aus dem Skigebiet Schröcken, eine aus Richtung Warth. „Dass ein Skifahrer plötzlich zwei Skipässe benötigte, wenn er die ,falsche‘ Piste abfuhr, war nicht nachvollziehbar und führte zu großer Verärgerung“, erinnern sich die Verantwortlichen und kreierten das Skigebiet Warth-Schröcken, aus dem in einem zweiten Schritt unter Einbeziehung von Liftgesellschaften im Bregenzerwald, Lechtal und Großwalsertal der „3-Täler-Skipass“ entstand.

Ein Dutzend Gründer

Ein Dutzend Skigebiete schlossen sich in einem Tarifverband mit gemeinsamem Skipass zusammen: neben Schröcken und Warth die schon im früheren „Hinterwaldpass“ vertretenen Bergbahnen Mellau, Damülser Seilbahnen, Bergbahnen Diedamskopf und Hirschbergbahnen Bizau, die Bergbahnen Bezau, Andelsbuch sowie die Grunholzlifte Au aus dem Bregenzerwald. Dazu die Bergbahnen Faschina und Sonntag/Stein aus dem Großwalsertal sowie die Jöchelspitzbahn im Tiroler Lechtal. Der Erfolg des Skipasses war die beste Werbung – bald gab es ein regelrechtes „Griss“ um eine Mitgliedschaft und keine zehn Jahre später waren endlich alle Bregenzerwälder Skigebiete im Boot. Auch im Tiroler Lechtal machten weitere Skigebiete mit und die Mitgliederzahl im Pool war bald verdoppelt.

Über den Tellerrand

„Hochalpine Skigebiete brauchen die vielen kleinen ,Gehschulen‘ im Nahraum der Ballungszentren im Rheintal“, so Tone Fink, der gemeinsam mit Oskar Kohler von den Skiliften Warth und Klaus Wiethüchter (Schröcken) Pionierarbeit geleistet hatte. Deshalb blickte man im Bregenzerwald über den vielzitierten Tellerrand hinaus und knüpfte Kontakte mit kleinen Liftgesellschaften im Rheintal, Laternsertal, Walgau und sogar im Leiblachtal (Möggers) sowie im benachbarten Allgäu. „Wir sind längst mehr als ein 3-Täler-Pool“, schmunzelt Marketingchef Thomas Übelher. Neben den vielen „Kleinen“ von Möggers bis Übersaxen oder Bazora kam im Vorjahr als 37. Partner sogar das Brandnertal hinzu.

37 Skigebiete

„Damit“, so Übelher, „bietet der Pool mit einem Skipass ein flexibles Skivergnügen in großen Teilen des Landes. Mehr als 160 Anlagen und rund 500 Pistenkilometer sind mit einem Skipass abgedeckt“. 29 der 37 Skigebiete sind im Pool, mit den anderen acht gibt es eine gemeinsame Saisonkarte. Durch die Kooperation mit dem Skigebiet Lech-Zürs ist sogar Skivergnügen am Arlberg möglich (gegen eine entsprechende Aufzahlung). Die geplante Verbindung durch das Auenfeld wird diese Kooperation in naher Zukunft noch intensivieren.

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