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317 Hektar werden nachnominiert

Die Vorarlberger Landesregierung wird im Rahmen der Natura-2000-Richtlinie 317 Hektar Fläche im so genannten Lauteracher Ried zur Nachnominierung vorschlagen.

Das berichteten am Dienstag „Vorarlberger Nachrichten“ und ORF Radio Vorarlberg. Nach Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofs hatte Vorarlberg das Gebiet, durch das die umstrittene Bodensee-Schnellstraße S18 führen soll, zu Unrecht nicht zur Vogelschutzzone erklärt.

Agrar-Landesrat Erich Schwärzler (V) sagte gegenüber dem Rundfunk, dass sich auf den 317 Hektar Fläche alle Lebensräume des Wachtelkönigs und 85 Prozent jener des Brachvogels befinden. Bei den 317 Hektar handle es sich „um das Minimalste“, so Schwärzler zu den „VN“. Laut Naturschutzanwältin Katharina Lins hätten sich die Naturschutzorganisationen „ein Stück mehr gewünscht, als das Land nominieren wird“.

Andreas Postner, Sprecher der Umweltinitiative „Transform“, warnte in einer Aussendung davor, dass Vorarlberg mit der Auswahl dieser Fläche erneut eine Klage beim Europäischen Gerichtshof riskiere. Die Gebietsausweisung falle wieder zu klein aus.

Ob die geplante Bodensee-Schnellstraße S18 realisiert werden kann, ist unterdessen noch offen. Im März hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass die Genehmigung des Landes für den Bau der Straße europarechtlichen Normen nicht widerspricht. Am Dienstag vergangener Woche hat sich der Verfassungsgerichtshof mit der Causa S18 befasst. Das Urteil wird schriftlich ergehen.

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