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Roland Geyer fordert einen großen Umbau der Seebühne

Roland Geyer will die Seebühne umbauen lassen.
Roland Geyer will die Seebühne umbauen lassen. ©VOL.at: Philipp Steurer
Bregenz - Der designierte Intendant der Bregenzer Festspiele, Roland Geyer, forderte einen großen Umbau der Seebühne ohne Rücksprache mit den politisch Verantwortlichen.

Die Bregenzer Stadträtin für Kultur Judith Reichart zeigt sich absolut überrascht vom Vorschlag Geyers. „Ich bin einfach sprachlos. So wie ich das verstehe, kann es sich nur um eine Idee von Geyer handeln“, meint Reichart. Die Stadträtin werde sich nun mit den beteiligten Personen in Verbindung setzen, um Details und die Hintergründe in Erfahrung zu bringen. Laut Medienberichten soll Geyer schon vor seiner Designation signalisiert bekommen haben, dass der Vorstand für die Finanzierung sorgen würde.

Dazu meint die Kulturstadträtin: „Entweder hat Geyer da was falsch verstanden oder es gab Gespräche von denen ich nichts weiß.“ Bevor sie nicht mit Geyer persönlich über die Angelegenheit gesprochen habe will sie auch keine weiteren Statements abgeben.

LR Kaufmann weiß von Plänen

Weder die Stadt Bregenz, noch die Festspiele, noch der Kulturausschuss des Landtags würden von Geyers geplanter Neukonzeption wissen, kritisierte ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück laut einem Bericht des ORF Vorarlberg. Auch sie sei nicht informiert worden, sagte Kulturlandesrätin Kaufmann im Landtag laut dem Rundfunk. Sie wisse nur vom designierten Festspiel-Präsidium, dass die Seebühne in zwei bis fünf Jahren saniert werden solle. Dabei gehe es um den Orchestergraben und einen neuen Unterbau, vielleicht auch um eine flexiblere Bühne. Die Kosten wurden mit drei bis vier Millionen Euro beziffert. Frühstück sprach in Bezug auf Geyer von einer “unmöglichen Vorgehensweise”, Grünen-Klubobmann Johannes Rauch meinte, er sei schwer irritiert.

Die Seebühne der Bregenzer Festspiele solle plangemäß “in den kommenden Jahren” saniert werden, bestätigte Renner am Donnerstag. “Es liegt in der Natur der Sache, dass ein im Wasser liegender Koloss wie die Seebühne von Zeit zu Zeit renoviert werden muss”, so der Pressesprecher weiter. Die Bregenzer Festspiele investierten laufend in die Wartung der Spielstätten. Zu den erwarteten Kosten könne man sich derzeit noch nicht äußern. Welche Teile erneuert werden müssen, werde noch analysiert.

Das gesamte Areal, also das Bregenzer Festspielhaus sowie der Kern der Seebühne, stehen im Eigentum der Stadt Bregenz. Standen bauliche Veränderungen an, wurden diese in der Vergangenheit neben der Stadt stets von den Subventionsgebern Bund, Land Vorarlberg und dem Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele mitfinanziert.

Roland Geyer sowie Hans-Peter Metzler konnten für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

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