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29-Jähriger soll Großmutter in NÖ getötet haben: Mordprozess im Dezember

Der 29-Jährige muss sich wegen Mordes verantworten.
Der 29-Jährige muss sich wegen Mordes verantworten. ©APA/Einsatzdoku.at
Im März hat ein 29-Jähriger im Bezirk Neunkirchen soll seine Großmutter getötet haben. Der Mordprozess wird im Dezember stattfinden.
29-Jähriger des Mordes angeklagt
Mordalarm in NÖ
Enkel war zurechnungsfähig
Enkel festgenommen
Bilder vom Tatort

Ein 29-Jähriger, der im März seine Großmutter im Bezirk Neunkirchen getötet haben soll, steht vor Weihnachten in Wiener Neustadt wegen Mordes vor einem Geschworenensenat. Die Verhandlungstage finden nach Angaben des Landesgerichts am 10. und 17. Dezember statt. Dem Mann droht lebenslange Haft und eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Er bestreitet die Vorwürfe.

Der zum Tatzeitpunkt 28-Jährige soll seine Großmutter geschlagen, gewürgt und ihr mit zwei Messern zahlreiche Stiche und Schnitte zugefügt haben. Die Frau soll ihn laut Anklage immer wieder - auch finanziell - unterstützt und sich um ihren Enkel gekümmert haben, obwohl er in den vergangenen Jahren mehrmals Gewalt gegen Verwandte bzw. sein Umfeld ausgeübt haben soll. Die 75-Jährige wurde am 23. März tot in ihrem Haus in einer Marktgemeinde im Bezirk Neunkirchen entdeckt.

Mann wurde im Bezirk Baden festgenommen

Neben der Leiche wurde im Schlafzimmer ein Brief an die Frau gefunden, den ihr Enkel erfasst haben soll und in dem es u.a. heißt: "...es gibt mehrere, wenn nicht viele, Gründe warum Sie nicht verdienen zu leben...." Vom Verdächtigen ist in dem Schriftstück in der dritten Person die Rede. In der Nacht auf den 24. März wurde der Mann im Bezirk Baden festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Er hat die Vorwürfe bisher bestritten, wird aber u.a. durch DNA-Spuren belastet.

Der 29-Jährige leidet laut Gutachten an einer Persönlichkeitsstörung und befindet sich in Substitution. Ebenfalls diagnostiziert wurde eine paranoide Schizophrenie, die aufgrund der Behandlung zum Tatzeitpunkt in Remission gewesen sei. Der Mann hatte im März auch Medikamente bzw. Suchtmittel eingenommen. Laut der Expertise ist er zurechnungsfähig, mit großer Wahrscheinlichkeit bestehe die Gefahr weiterer Taten bis hin zu Tötungsdelikten. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb die Einweisung des Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt.

(APA/Red)

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