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25 Jahre Offene Jugendarbeit in Dornbirn

Im Vorstand der OJAD: Martin Hagen, Beate Hartmann, Kurt Nachbaur (vl)
Im Vorstand der OJAD: Martin Hagen, Beate Hartmann, Kurt Nachbaur (vl) ©Edith Rhomberg
Ein Vierteljahrhundert dynamische Entwicklung mit Martin Hagen als Leitfigur.
25 Jahre OJAD

Dornbirn. Es gibt Tage, an denen man nur fröhliche Menschen sieht. So ein Tag war der letzte Freitag im Vismut, als die OJAD ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Und ganz viele überbrachten ihre Glückwünsche und feierten mit bei Tanz, Gesang und Spiel. Rund 300 Freunde, Gönner und Partner trafen sich auf dem Gelände des Jugendzentrums zu einem Festival der Toleranz. Neben einigen Rückblicken, die bei solchen Gelegenheiten nicht fehlen dürfen, wurde auch so manche Geschichte von Begleitern und Wegbereitern zum Besten gegeben. Vor allem aber durfte eines nicht zu kurz kommen: der Dank an die Menschen, die das alles möglich gemacht haben und weiterhin möglich machen, allen voran Martin Hagen. Für jene, die das Fest verpasst haben und nachlesen möchten: Es gibt eine Zusammenfassung des Sozialwissenschafters Heinz Schoibl, der von Anfang an Projekte der Offenen Jugendarbeit mit auf den Weg brachte. Gäbe es die OJAD nicht, müsste man sie erfinden, wie Schoibl betonte. „Erfinder“ Hagen bedankte sich seinerseits bei allen, die am „Gesamtkunstwerk“ mitgewirkt und durch ihr Engagement den Weg geebnet haben. „Durch euer wohlwollendes Vertrauen in unsere Arbeit konnten wir wachsen und uns entwickeln“, sagte er in Richtung der anwesenden Politiker.

„Wir sind hier wie eine Familie“, merkte Teresa Brückner an, die sich zwischendurch ein paar Minuten Zeit nehmen konnte. Sie ist Dipl. Jugendarbeiterin und gerade mal gleich alt oder gleich jung wie die OJAD selbst. Bei uns kann jeder sein Talent leben und das tun, was Freude bereitet. Die Stärken jedes Jugendlichen werden gefördert. In der Arena gibt sie auch Klavierunterricht. „Musik machen ist toll und ein super Ventil“, so Teresa. Sie beschreibt noch kurz weitere Angebote, wie Jugendberatung, Ausbildung und Job. Job Ahoi bietet Arbeit und Geld während der Jobsuche.

Ganz anders erlebte Ahmed Abdu Kareem, 23, seine Kindheit in Bagdad. Er konnte nie wirklich Kind sein. Im Irak ist es üblich, dass viele Kinder arbeiten. Entweder, weil sie keinen Vater mehr haben, oder weil sie ihrem Vater bei der Arbeit helfen, wie das bei Ahmed der Fall war. Er ging aber auch in die Schule. Schwierig wurde es für ihn in seinem Land, als er Menschen half, die gegen den IS waren. Er musste flüchten. Irgendwann möchte er zeigen können, dass Gerechtigkeit mehr ist als nur ein Wort.

Zurück beim Fest folgte schließlich der Hauptakt auf der OJAD Bühne. Geballte Wertschätzung auf ganz unterschiedliche Weise gab es als Geburtstagsgeschenke für Martin Hagen, Geschäftsleitung, Kurt Nachbaur stv. Geschäftsführer und natürlich das ganze Team der OJAD. In 25 Jahren hat Martin Hagen drei Bürgermeister erlebt. Sie alle waren da. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist überzeugt von der Wichtigkeit der professionellen Arbeit für und mit den Jugendlichen. Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser lobte den Weitblick und bezeichnete die Offene Jugendarbeit Dornbirn als Leuchtturm, auf den man stolz sein kann. Landesrätin Katharina Wiesflecker hob insbesondere Hagens praxisnahe Ideen zur Weiterentwicklung der Jugendarbeit hervor. Viele weitere Persönlichkeiten schlossen sich mit ihrem persönlichen Statement an.

Mit einem lauten „Jetzt geht’s los“ kündigte sich der Chor „Singen ohne Grenzen“ unter der Leitung von Edith Hagen an. Nach viel Musik und Tanz hieß es Bühne frei für alle Mitarbeiter und die fantastische Geburtstagstorte mit dem Logo der OJAD. „Nach dem Fest werden wir uns wieder auf die Bewältigung der aktuellen gesellschaftspolitischen Anforderungen konzentrieren. Es gibt viel zu tun“, sagt ein sehr zufrieden wirkender Martin Hagen, der sich für die Anliegen der jungen Menschen in Dornbirn und darüber hinaus einsetzt. Denn, die Jugendlichen von heute sind die Bürger von morgen.

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