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25 Jahre Kinderrechtskonvention - Caritas macht auf Kinder in Not aufmerksam

©VOL.AT/Schwendinger
Bregenz - Die Kinderrechtskonvention der UN wurde vor 25 Jahren von 193 Ländern der Erde unterzeichnet. Gerade in den Entwicklungsregionen ist die Situation aber noch immer menschenunwürdig. Deshalb hilft die Caritas mit ihrer Auslandshilfe Kindern in Not.
Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg
Jugendprojekt Go4Future

Die Caritas Vorarlberg machte am Mittwochvormittag, anlässlich von 25 Jahren UN-Kinderrechtskonvention, auf die Situation von Kindern in Not aufmerksam:

  • Weltweit sterben 8.000 Kinder täglich an den Folgen von Hunger und Unterernährung.
  • 150 Millionen Kinder weltweit müssen oft unter menschenverachtenden Bedingungen einer Erwerbsarbeit nachgehen.
  • 115 Millionen Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule. In den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Gründe sind Armut, zu große Entfernungen und ein Mangel an qualifizierten Lehrern.
  • Kinder mit Behinderungen sind in vielen Staaten weltweit von Bildung und Förderungsmaßnahmen weitestgehend ausgeschlossen. Ihre Familien leben oft in sozialer Isolation und aufgrund erhöhter Kosten in Armut.

Kinderrechte müssen in die Köpfe

Deshalb sei es wichtig die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Kinderrechtskonvention der UN beruht, verstärkt in die Köpfe der Weltbevölkerung zu bringen: Das Überleben und die Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder sowie deren Beteiligung.

“In der Praxis heißt das, Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen. Aber nur in wenigen Fällen können Kinder ihre Rechte auch einsetzen”, so Martin Hagleitner-Huber, Leiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg.

Bildung der Schlüssel zum Erfolg

Für Abba Gobezayehu, den Caritasdirektor der Diözese Meki in Äthiopien, ist die Bildung von Kindern und der Bevölkerung der Schlüssel zum Erfolg: “Es beginnt damit, dass man die Kinder ernst nimmt, dass sie ihre Rechte wahrnehmen können. Der Mangel an Bildung ist nämlich nicht das einzige Problem, auch der Missbrauch in der eigenen Familie und das konstante Bedürfnis nach Wasser und Nahrung ist bei uns Thema.”

40.000 Kinder bekommen Bildung

Die Caritas Vorarlberg versucht mit der Auslandshilfe diese Probleme zu bekämpfen. Im letzten Jahr wurden 1.500 Kinder und Jugendliche in Tageszentren und Projekten für Waisenkinder mit Essen versorgt. 40.000 Kindern wurde 2013 durch Projekt- und Programmarbeit der Zugang zu Schulbildung ermöglicht. Und 1.150 Straßen- und Waisenkinder wurden in einem familiären Umfeld untergebracht und erhalten entsprechende materielle, medizinische und psychosoziale Unterstützung.

“Go4Future” soll Jugendliche zum Nachdenken anregen

Helfen kann jeder in Vorarlberg, auch Kinder und Jugendliche werden mit dem Projekt “Go4Future”, einer VN-Aktion in Zusammenarbeit mit der Young Caritas, dazu animiert, sich für Kinderrechte stark zu machen. “Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen in Vorarlberg darüber nachdenken, wie andere Kinder auf dieser Welt leben. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat, eine Familie und genug Essen und Trinken bekommt”, erklärt Lena Feurstein, Jugendbotschafterin der youngCaritas.

Alle Informationen, wie man sich für Kinder in Not einsetzen kann, gibt es auf www.caritas-vorarlberg.at

Jugendprojekt Go4Future

Auslandshilfe der Caritas

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