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25 Jahre Kinder- und Jugendanwalt: Medienerziehung muss in Volksschule beginnen

Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch präsentiert die Arbeit des vergangenen Jahres.
Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch präsentiert die Arbeit des vergangenen Jahres. ©VOL.AT/Rauch
Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch hat viel zu tun: Gewalt ist trotz Verbot immer noch Teil der Erziehung in Familien, bereits Volksschulkinder haben Zugang zu Pornografie sowie gewaltverherrlichenden Videos und die Integration von Kindern wird schwieriger.
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Seit 25 Jahren gibt es die Kinder- und Jugendanwaltschaft. Zu tun gibt es jedoch immer noch einiges Der neue Fachbeirat, der dem Kompetenzzentrum für Kinderschutzfragen nachfolgte, arbeitet an einheitlichen Schulungsmaßnahmen für Lehrer zur Erkennung von Gewalt an Kindern. Denn scheinbar sei das Gewaltverbot in der Erziehung noch nicht so bekannt wie es notwendig wäre.

Allein vergangenes Kalenderjahr war die Kinder- und Jugendanwaltschaft an 78 Schulen, in der über 4.300 Schüler von 251 Klassen zu Jugendschutz, Jugendgesetz und ihren Rechten und Pflichten aufgeklärt wurden. Hinzu kommt die Musiktheatergruppe für die Volksschule, die in fünf Auftritten an die 1.300 Kinder erreichte.

Sexuelle Gewalt unter Kindern

Gesellschaftliche Veränderungen machen auch vor Kindern in Fremdunterbringung nicht Halt. Kinder hätten durch die hohe Handydichte bereits in der Volksschule breiten Zugang zu Pornografie und gewaltverherrlichendem Material. Dies hat auch Auswirkungen auf Kinder, die nicht mehr bei ihren Familien leben können. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft will bereits im Vorfeld verhindern, dass nicht zuletzt Opfer von sexuellen Übergriffen auch von sexueller Gewalt durch andere Kinder geschützt werden. Eine Fachtagung im Juli soll hier Ansätze liefern.
Wichtig sei aber vor allem, dass Betreuer, Lehrer und Eltern diese Herausforderung durch das Verschicken von Material über Handys nicht unterschätzen. Medienpädagogik müsse daher schon im Volksschulalter beginnen.

Kinderbetreuung in Vorarlberg

Das Ausspielen von den verschiedenen Arten der Kinderbetreuung hält Rauch nicht für sinnvoll. Man müsse immer im Auge behalten, um welches Kind es sich handle, welche Möglichkeiten und Voraussetzungen die Eltern mitbringen und welches Betreuungsangebot vorhanden ist. Was er jedoch kritisiert, sind die mangelnden gesetzlichen Vorgaben in der Kinderbetreuung. Der Kinderanwalt würde sich hier ein eigenes Kinderbetreuungsgesetz wünschen.

Unbegleitete Kinder auf der Flucht

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen habe sich von 2016 auf 2017 von 4.551 auf 1.751 Asylanträge mehr als halbiert. Dies bedeutet auch, dass Einrichtungen bereits wieder geschlossen werden. Rauch hätte sich gewünscht, da aufgrund der schwer absehbaren Entwicklungen diese erhalten geblieben wären. Die Pläne der Bundesregierung hin zu mehr Großquartieren und dem Ende der Privatquartiere verurteilt er scharf. Dies würde die Integration und Betreuung massiv erschweren.

Mindestsicherung und Jugendschutzgesetz

Mindestens 40.000 Kinder in ganz Österreich erhalten derzeit keinen Unterhalt. Hier fordert der Kinderanwalt, dass der Staat diesen auch ohne Exekutionstitel vorstrecke, um Kinderarmut zu verhindern. Auch eine Neuberechnung der seit 1964 unveränderten Regelbedarfssätze sei notwendig. Bei der Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes für ganz Österreich ist er nicht mehr so optimistisch wie vergangenes Jahr.

211 Opfer von Heimgewalt

Seit Juli 2017 können die Opfer von Gewalt in Kinderheimen des Bundes, der Länder, Kirche oder Pflegefamilien wurden, ab Erreichen des Pensionsantrittsalter eine monatliche geschützte Rente von 300 Euro erhalten. 2017 kontaktierten 66 Personen erstmals die Opferschutzstelle, dies stelle eine Verdreifachung dar. Seit 2010 zahlte die Opferschutzkommission des Landes an 211 Personen allein 1,63 Millionen Euro an Unterstützungsgeldern und 12 Personen die Therapiekosten in Höhe von 115.412 Euro.
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