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2,4 Millionen Euro für Wildbachverbauungsprojekt

Im Bereich der Gsohlwegbrücke in der Ledi wird die Bachsohle abgesenkt.
Im Bereich der Gsohlwegbrücke in der Ledi wird die Bachsohle abgesenkt. ©TF 4/ Stadt 1
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Hohenems. Die Stadtvertretung beschloss in ihrer Sitzung am Dienstag letzter Woche die Übernahme eines Beitrages von 480.000 Euro für das Wildbachverbauungsprojekt Emsbach-Finsternaubach.

Anlass der Verbauungsmaßnahmen sind die Hochwässer an Pfingsten 1999 und im August 2005, welche die bis zu 100 Jahre alten Sperrenbauwerke im Oberlauf des Finsternaubachs schwer in Mitleidenschaft zogen. Aufgrund der labilen geologischen Verhältnisse in diesem Einzugsgebiet und der nur noch geringen Schutz- und Stabilisierungswirkung der bestehenden Verbauung (Konsolidierungssperren) ist ein Neubau bzw. die Rekonstruktion der bestehenden Bauwerke erforderlich.

Ziel des von 2011 bis 2021 dauernden Verbauungsprojekts ist die Erhaltung bzw. Sanierung und die Erneuerung der Verbauungen im Oberlauf des Finsternaubaches. Dadurch sollen größere Hangbewegungen im Oberlaufbereich verhindert werden. Weiters soll der stark gefährdete Unterlaufbereich (Ledi) des Emsbachs bzw. Finsternaubaches durch die Errichtung einer Geschiebestausperre und Sohlabsenkung geschützt werden.

Diese Arbeiten werden, um eine rasche Gefährdungsminderung für den stark besiedelten Unterlaufbereich des Emsbaches zu erreichen, als erste Bauetappe durchgeführt. Dadurch sollen Verklausungen an den neuralgischen Stellen im Bereich der Brückenbauwerke an der Hochquellenstraße verhindert sowie durch Sanierungen zusätzlich die Verbauungen in ihrem Bestand gesichert werden.

Kosten
Die Gesamtbaukosten von 2.400.000 Euro werden nach dem Schlüssel 60/20/20 auf Bund, Land und Gemeinde aufgeteilt. Der Kostenanteil von 480.000 Euro für die Stadt wird über den Katastrophenfonds wiederum mit fünfzig Prozent gefördert, sodass sich die Gesamtkosten für die Stadt auf 240.000 belaufen.

Umweltstadtrat Kurt Raos bedankte sich für das Zustandekommen des Projektes insbesonders bei Dipl.-Ing. Siegfried Fulterer von der gräflichen Forstverwaltung, bei Ing. Anton Broger für sein unermüdliches Bemühen um dieses Projekt und beim Forstamtsleiter Helmut Kathan für dessen vorbildhafte Vorbereitung.

Arbeitsplan und Kosten:

Ausführungszeitraum 2011 bis 2021

Winter 2011/2012
Neubau der Geschiebestausperre im Bereich Ledi
Voraussichtliche Kosten: € 400.000

In weiterer Folge die Baustellenerschließung im Oberlauf (Finsternau) mit anschließendem Leitwerksbau und Sperrenstaffelung mit begleitenden forstlich- biologischen Maßnahmen.
Voraussichtliche Kosten: € 1.400.000

Der Rest der Kosten setzt sich aus diversen Leistungen und Regie für Unvorhergesehenes zusammen.
Die Gesamtbaukosten betragen € 2.400.000.

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