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24. Mai 1945: Wiedergründung Vorarlbergs

Die Landesregierung hat am Mittwoch anlässlich des 60. Jahrestags der Wiedergründung des Landes Vorarlberg eine Gedenktafel enthüllt. Mit Dekret vom 24. Mai 1945 wurde die Landesautonomie wiederhergestellt.

Weiters wurde ein „Vorarlberger Landesausschuss“ als oberste Behörde der zivilen Verwaltung ernannt. Der Landesausschuss konstituierte sich noch am selben Tag im Gesellenhaus in Feldkrich, wo nun die Gedenktafel angebracht wurde.

„Diese Gedenktafel soll daran erinnern, dass Freiheit und Eigenverantwortung keine Selbstverständlichkeit sind“, erklärte Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V). „Das Ziel war 1945 ein selbstständiges Vorarlberg in einem freien Österreich. Heute wie damals gilt, dass nur eine Einheit in Vielfalt eine Einheit in Freiheit sein kann“, so der Landeshauptmann.

Mit dem gewaltsamen „Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland 1938 wurden auch die selbstständigen Länder beseitigt und an ihrer Stelle „Reichsgaue“ errichtet. Vorarlberg wurde vom „Reichsstatthalter in Tirol und Vorarlberg“ von Innsbruck aus regiert. Nach der Befreiung Vorarlbergs Anfang Mai 1945 schlug das französische Truppenkommando seine Zelte zunächst in Feldkirch auf. Am 24. Mai 1945 stellte General Rene de Hesdin die Landesautonomie wieder her. Dem ersten „Vorarlberger Landesausschuss“ unter dem Vorsitz von Ulrich Ilg gehörten fünf Christlichsoziale und drei Sozialdemokraten an. Unter der Kontrolle der französischen Militärregierung übernahm der Landesausschuss unabhängig von Wien die komplette staatliche Verwaltung. Mitte Juni 1945 übersiedelte der Landesausschuss mit der Militärregierung nach Bregenz.

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