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23-jähriger Mann schlug im Vollrausch eine Polizistin

Die Polizistin wollte dem Mann helfen.
Die Polizistin wollte dem Mann helfen. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister (Symbolbild)
Ein 23-Jähriger hat eine Polizistin während eines Einsatzes attackiert. Dem Mann wurde nun eine Diversion gewährt.

Im Vollrausch hat der Angeklagte am 29. Jänner in Hohenems einer Polizistin einen wuchtigen Schlag gegen den Hinterkopf versetzt und sie dabei leicht verletzt. Dafür gewährte Richterin Nadine Heim dem unbescholtenen 23-Jährigen im gestrigen Strafprozess am Landesgericht Feldkirch eine Diversion.

Demnach soll das Strafverfahren mit einer Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt werden. Der Angeklagte muss abklären lassen, ob eine Alkoholtherapie notwendig ist. Zudem hat der im Baugewerbe tätige junge Mann der verletzten Polizistin ein Teilschmerzengeld von 100 Euro zu bezahlen. Des Weiteren hat er dem Gericht für die Verfahrenskosten 100 Euro zu überweisen. Der von Gernot Klocker verteidigte Angeklagte war mit der Diversion einverstanden, Staatsanwältin Konstanze Manhart gab keine Erklärung ab.

Harte Getränke. Der Angeklagte hatte am Tatabend mehrere harte Getränke konsumiert. Er sei dadurch derart alkoholisiert gewesen, dass er sich nicht mehr an seine Attacke auf die Polizeibeamtin erinnern könne, gab der Beschuldigte an.

Rauschtat. Staatsanwaltschaft und Strafgericht gingen deshalb von einer sogenannten Rauschtat aus. Das heißt, er wurde nicht wegen schwerer Körperverletzung zum Nachteil einer Beamtin angeklagt, sondern wegen des Vergehens der Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung. Ihm wurde also zur Last gelegt, dass er sich durch den übermäßigen Konsum von Alkohol in einen Zustand der Zurechnungsunfähigkeit versetzt und dann eine Straftat begangen hatte. Die mögliche Höchststrafe hätte drei Jahre Gefängnis betragen.

Er habe in seinem alkoholisierten Zustand eine Polizistin geschlagen, die eingeschritten war und ihm helfen wollte, sagte die Strafrichterin zum Angeklagten. Zu Beginn der Gerichtsverhandlung hatte sie ihn gefragt, wie oft er im Monat besoffen sei. Er sei zwei Mal angeheitert, hatte der 23-Jährige daraufhin geantwortet.

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