2015 wird für Gewaltverbrecher härter

Strafrechtsnovelle: 2015 soll Verschärfung für Täter und Entlastung für Betroffene bringen
Strafrechtsnovelle: 2015 soll Verschärfung für Täter und Entlastung für Betroffene bringen ©VOL.AT (Themenbild)
Schwarzach. Auch wer beim Sex ein „Nein“ nicht akzeptiert, wird künftig verurteilt.

Die Strafrechtsnovelle 2015 ist bereits detailliert ausgearbeitet, in Geltung sind die neuen Bestimmungen allerdings bislang noch nicht. Doch 2015 verheißt nichts Gutes für Gewaltverbrecher. Schwere Körperverletzung wird künftig mit maximal fünf statt drei Jahren bestraft. Bei absichtlich schwerer Körperverletzung mit Todesfolge werden aus bislang zehn Jahren zwanzig Jahre Haft Maximalstrafe. Und auch im Sexualstrafrecht werden Opferinteressen künftig stärker berücksichtigt. Hier kommt eine neue Bestimmung.

Besserer Schutz bringt neue Herausforderungen

denifl
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„Der neue Tatbestand heißt ‚Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung‘ und ist zwischen sexueller Belästigung und geschlechtlicher Nötigung angesiedelt. Die Strafe soll mehr als sechs Monate und weniger als fünf Jahre sein, die genaue Höhe steht noch nicht fest“, erklärt der Rechtsanwalt Stefan Denifl (im Bild links), der für die Opferschutzeinrichtung „Weißer Ring“ ehrenamtlich tätig ist. „Damit wären künftig alle Fälle strafbar, in denen sich Opfer von sexueller Gewalt aus Angst nicht körperlich wehrten und auch keinen verbalen Widerstand wagten“, so Denifl weiter. Dass es für die Gerichte schwierig wird, zu beurteilen, inwiefern der Täter das „Nein“ erkennen konnte, sind sich Opfervertreter bewusst. Man wird sehen, wie sich die neue Bestimmung in der Praxis bewähren wird, sobald sie in Geltung getreten ist.
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