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2011 über 100.000 Schnellfahrer im Ländle erwischt

Schnellfahren gilt leider als Kavaliersdelikt
Schnellfahren gilt leider als Kavaliersdelikt ©APA
Schwarzach - Österreichweit wurden fast fünf Millionen Autofahrer beim Schnellfahren erwischt - ein Plus von 18,5 Prozent gegenüber 2010.

Bei den Alkolenkern gab es eine Zunahme um 7,2 Prozent, bei den Dränglern um 33 Prozent. Dass Österreichs Straßen unsicherer geworden wären, sei laut Polizei nicht zu befürchten. “Das heißt nicht, dass die Verkehrsunsicherheit ausgebrochen ist. Sondern viel mehr, dass unsere Kontrollen zielgerichteter und effizienter sind”, sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium.

Höhere Treffsicherheit

Vor allem der Einsatz besserer technischer Geräte würde eine höhere Treffsicherheit ermöglichen. “Wir erwischen dadurch jene, die sich nicht an Regeln halten”, meinte Bruckner.

4,93 Millionen Anzeigen und Organmandate an Ort und Stelle hat es 2011 nach Geschwindigkeitsübertretungen gegeben. 3,8 Millionen davon entfielen auf Radarmessungen, 800.000 auf Lasertechnik und 350.000 auf Zivilstreifen und Section-Control, so die Bilanz des Innenministeriums.

51.886 Drängler wurden wegen Missachtung des Sicherheitsabstandes beanstandet, ein Anstieg von 33 Prozent gegenüber 2010. Abstandsmessgeräte haben im Vorjahr ein Software-Update erhalten, “die Detektion erfolgt dadurch um noch einen Schritt automatischer und dadurch besser und effizienter”, sagte Bruckner.

2011 wurde die Alkoholkontrollen weiter verschärft und die Kontrolldichte (mit Alkomaten und Vortestgeräten) um fast 40 Prozent erhöht. Die Zahl der Anzeigen stieg in Relation dazu relativ gering – um 7,2 Prozent. Insgesamt wurden 40.234 Alkolenker erwischt. Bei den Drogenlenkern gab es eine Steigerung um 14,8 Prozent, 1.256 Fahrer unter Drogeneinfluss wurden angezeigt.

149.081 Autofahrer ertappte die Polizei beim Telefonieren am Steuer, was eine Zunahme um 16,3 Prozent bedeutet. Wegen Missachtung der Gurtpflicht gab es im vergangenen Jahr 147.016 Übertretungen, plus 7,9 Prozent. Auch bei den Anzeigen wegen mangelnder Kindersicherung ging der Trend nach oben: Eine Steigerung um 11,7 Prozent (7.179 Anzeigen, die auch eine Vormerkung zur Folge haben).

Eine deutliche Zunahme gab es im Schwerverkehrsbereich bei Beanstandungen wegen Nichteinhaltung von Lenk- und Ruhezeiten: 126.939 Anzeigen und Organmandate, ein Plus von 33,1 Prozent. 27.376 Lkw und Bussen wurde die Weiterfahrt untersagt, weil Lenk- und Ruhezeiten überschritten, schwerwiegende Mängel oder “Gefahr in Verzug” festgestellt wurde (ein Anstieg um 53,5 Prozent). Kontrollen von Lkw und Bussen hatten 159.059 Anzeigen und Organmandate zur Folge (plus 11,7 Prozent im Vergleich zu 2010). Beanstandet wurden hauptsächlich technische Mängel an Karosserie, Bremsen und Reifen, aber auch Überladung und mangelnde Ladungssicherung. Auch bei den Schwerverkehrskontrollen sei der Anstieg an Anzeigen auf die bessere technische Ausstattung der Exekutive zurückzuführen.

Bundesländerstatistik 2011:

                   Geschwindigkeits-   Alkoholanzeigen       Gurt-
                   Übertretungen                             Verstöße

Burgenland             166.963                  1.131         3.273
Kärnten                447.666                  3.867        11.013
Niederösterreich     1,167.392                  6.658        34.507
Oberösterreich         784.066                  5.485        18.509
Salzburg               483.825                  2.732         9.785
Steiermark             669.396                  6.442        24.012
Tirol                  673.073                  4.259        16.706
Vorarlberg             106.251                  2.280         8.049
Wien                   431.532                  7.380        21.162

Österreich           4,930.164                 40.234       147.016

(APA) 
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