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200 Millionen Euro der Vorarlberger für Signa: Einwallner sieht Landeshauptmann in der Pflicht

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Pascal Pletsch (VOL.AT) pascal.pletsch@russmedia.com
Die Insolvenz der Signa Gruppe sorgt nun auch Vorarlberg für Aufsehen. Einmal mehr im Fokus die Hypo Landesbank Vorarlberg. Die SPÖ fordert nun Aufklärung von der Landesregierung.
Signa-Pleite: Verliert die Hypo Vorarlberg 200 Millionen Euro?

Laut eines Berichts des Standard von Mittwoch soll die Hypo Vorarlberg der Signa Gruppe Kredite in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro gewährt haben. Nun ist unklar ob dieses Geld zurückbezahlt werden kann, oder verloren ist.

Nur eine weitere Hochrisikoinvestion der Hypo Vorarlberg

Für den Vorarlberger SPÖ Nationalrat Reinhold Einwallner ein weiteres Puzzleteil, dass sich in die jahrelange Reihe von Hochrisikoinvestionen der Hypo einreiht.

"Die Hypo ist zum wiederholten Mal spekulativ unterwegs. Ich erinnere nur an die Causa Hypo Südtirol, oder die Geschäfte die im Bezug zu den Panamapapers öffentlich geworden sind", erklärt Einwallner im Gespräch mit VOL.AT.

Frage nach dem Kerngeschäft einer Landesbank

Man müsse endlich die Frage stellen, was das Kerngeschäft einer Landesbank darstellt und ob solche Risikogeschäfte hier hineinfallen. Hier ortet Einwallner Aufklärungsbedarf durch die Landesregierung und allen voran durch Landeshauptmann Markus Wallner.

Immerhin handle es sich am Ende des Tages um das Geld der Vorarlberger und Vorarlbergerinnen, mit dem hier spekuliert wird.

Die wichtigste Frage die nun geklärt werden muss ist, wie diese Kredite besichert worden sind und ob am Ende gar mit einem Totalverlust gerechnet werden müsse, so Einwallner weiter.

Für Einwallner ist klar, dass eine Landesbank ganz andere Aufgaben abzudecken habe: "Die Landesbank sollte in erster Linie ein Partner der regionalen Wirtschaft und für die Vorarlberger Bevölkerung sein." Hochrisikospekulationen in diesem Umfang seien mehr als fragwürdig.

Landeshauptmann in der Verantwortung

Als Mehrheitseigentümer sei auf alle Fälle das Land dafür zuständig, nun für Aufklärung zu sorgen. Die Frage, warum man derartige Risikogeschäfte mit dem Geld der Vorarlberger tätigt, bei denen am Ende eventuell 200 Millionen Euro abgeschrieben werden müssen, müsse auch von politischer Seite umfassend aufgeklärt werden. "Sollte es sich bewahrheiten, dass die Hypo Vorarlberg 200 Millionen Euro bei der Signa ausstehend hat, kann dies nicht so einfach hingenommen werden," stellt Einwallner klar.

Die SPÖ bringt nun noch am Mittwoch eine Anfrage mit Fragen zu dem möglichen Verlust von 200 Millionen Euro im Land ein.

(VOL.AT)

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