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20 Monate Haft für Brandstifter

Feldkirch - Ein 20-jähriger Bregenzer ist am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch wegen Brandstiftung zu einer unbedingten Haftstrafe von 20 Monaten verurteilt worden.

Er hatte im Dezember vergangenen Jahres in der Bregenzer Achsiedlung Feuer gelegt. Der Mann wird die Haft in einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher verbüßen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Kurz vor Weihnachten brannten in der Siedlung, in der rund 2.500 Menschen wohnen, um drei Uhr früh eine Wohnung und acht Papiercontainer. Das Feuer griff von den Containern auf die Hausfassade über. Fenster und Türen barsten in der Hitze, das Stiegenhaus des Blocks Nummer dreizehn und mehrere Wohnungen wurden verrußt.

Wenig später konnte der 20-Jährige als mutmaßlicher Täter ausgeforscht werden. Der drogenabhängige Mann, der selbst in der Achsiedlung wohnte, litt unter Entzugserscheinungen und konnte seine Ersatzmedikamente nicht finden. Er geriet deshalb in einen solchen Verwirrungszustand, dass er an mehreren Stellen Feuer legte. „Der Mann war jedoch nicht unzurechnungsfähig“, stellte Gerichtspsychiater Primar Reinhard Haller fest. Somit konnte dem dreifach vorbestraften Pflasterer die Brandstiftung strafrechtlich angelastet werden.

„Man muss diesem jungen Mann eine Stütze geben. In einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher ist eine spezielle Betreuung gewährleistet“, befand Staatsanwalt Franz Pflanzner in seinem Schlussplädoyer. Das Gericht verurteilte den Drogenkranken zu einer unbedingten Haft von zwanzig Monaten, die er allerdings für den Entzug nutzen kann. Die verschiedenen Versicherungen, die den Sachschaden vorläufig bezahlt haben, wollen nach der Entlassung 106.000 Euro Schadenersatz von dem 20-Jährigen. Diesen Betrag hat er auch anerkannt. Das Urteil ist rechtskräftig.

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