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20 Mio. Euro Schaden durch Vandalismus in Österreich

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Vandalismus ist zunehmend ein Problem in österreichischen Gemeinden: Jährlich dürften die Kosten zur Schadensbehebung bei zerstörten Telefonzellen, beschmierten Hauswänden oder beschädigten Haltestellen mit 20 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Rund zwei Drittel der Kommunen sind von derartigen Attacken betroffen. Zu diesem Ergebnis kam eine Blitzumfrage des E-Government-Portals der österreichischen Gemeinden, kommunalnet.at.

Laut Umfrage bezeichneten knapp 60 Prozent der Gemeinden Vandalismus als aktuelles Thema. 58 Prozent dieser Gruppe sahen sich nicht ausreichend vor vandalistischen Übergriffen geschützt. Gleich 73 Prozent gaben an, dass ihrer Meinung nach Videoüberwachung das Sicherheitsempfinden in der Gemeinde heben würde. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Orte hielt den Einsatz von privaten Sicherheitsdienstleistern für ein geeignetes Mittel zur Gewährleistung von Ruhe und Ordnung.

In Bezugnahme auf die jüngste Erhebung sagte Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer, dass nicht nur Straßenbeleuchtungen, Parkanlagen, Verkehrszeichen und diverse Hinweisschilder Ziel der Zerstörer seien, sondern auch Kinderspielplätze und Friedhöfe. Große Schäden würden weiters durch Spray- und Schmieraktionen an kommunalen Gebäuden verursacht.

Gerade in mittleren Gemeinden mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.000 und 4.000 gehörten beschädigte Haltestellen, beschmierte Hauswände oder zerstörte Telefonzellen zum Ortsbild. Oft sähe man sich bereits gezwungen, die Überwachung mit privaten Kontrolldiensten durchzuführen, was allerdings eine enorme Belastung in finanzieller Hinsicht bedeute. Generell müsse es Aufgabe der Polizei sein, die Sicherheit zu gewährleisten, so Mödlhammer.

Ein wichtiges Anliegen sei die Information der Bürger über die Folgen von Vandalismus. Viele Jugendliche bzw. deren Eltern seien sich nicht über die rechtlichen Auswirkungen bei Beschädigung öffentlichen Eigentums bewusst. Eine „besoffene Geschichte“ oder eine vermeintliche „Gaudi“ würden häufig vor dem Richter mit einer Verurteilung enden, betonte der Gemeindebund-Präsident.

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