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20 Mio. Euro für Hochwasserschutz

Nenzing – Investitionen von rund 20 Millionen Euro sieht der "Aktionsplan Hochwasserschutz Vorarlberg" für den Walgauabschnitt der Ill vor.

“Parallel zu den konkreten Baumaßnahmen wird an der schutzwasserbaulichen Bestandserhebung als Grundlage für die Gefahrenzonenpläne und das Gewässerbetreuungskonzept gearbeitet”, erklärt Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger. Was der Aktionsplan an der Ill konkret vorsieht, wird Landesrat Egger heute, Donnerstag Nachmittag, den Bürgermeistern der Ill-Anrainergemeinden im Rathaus Nenzing erklären.

Der Aktionsplan Hochwasserschutz wurde vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe 2005 erstellt. “Er dient der gesamthaften Erfassung und Bewertung des Handlungsbedarfs sowie der Strategie zur Realisierung der erforderlichen Maßnahmen”, erklärt Landesrat Egger und weiter: “Das Programm enthält 141 Maßnahmen mit einem Investitionsbedarf von knapp 200 Millionen Euro. Aufgrund dieses enormen Umfanges ist der Planungs- und Realisierungshorizont bis zum Jahr 2016 ausgelegt.”

An der Ill wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt und weitere werden folgen. So stehen der Bauabschnitt Frastanz 01 und Nenzing unmittelbar vor dem Abschluss, während in Feldkirch der Abschnitt 02 der Stadtstrecke oder Frastanz Bauabschnitt 02 noch heuer in Angriff genommen werden. “Wie es der Integrale Hochwasserschutz erfordert, wird aber nicht nur auf bauliche Maßnahmen allein gesetzt”, erklärt Landesrat Egger. Bis Ende des Jahres werden gemeinsam mit den Gemeinden die Gefahrenzonenpläne und bis Ende 2009 ein Gewässerbetreuungskonzept erarbeitet. Die Schaffung der erforderlichen Retentionsräume (Auffangräume) ist dabei eine große Herausforderung.

“Der Hochwasserschutz an der Ill kann nur im Zusammenspiel aller betroffenen Anliegergemeinden gelöst werden”, ist der Wasserlandesrat überzeugt. Dazu sieht er in der Gründung eines Wasserverbandes einen gangbaren Weg, die gemeinsamen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. “Die Unterlieger profitieren beispielsweise von den Retentionsräumen (Auffangräume) der Oberlieger, die Finanzierung muss deshalb eine gemeinsame Aufgabe sein”, so Egger abschließend.

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