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20 Jahre Kinderrechtskonvention: Vorarlberger Kinderrechtsfilmtage informieren bildlich

Die internationale Kinderrechtskonvention soll im 20. Jahr ihrer Verabschiedung in Österreich Verfassungsrang erhalten.
Die internationale Kinderrechtskonvention soll im 20. Jahr ihrer Verabschiedung in Österreich Verfassungsrang erhalten. ©Welt der Kinder

Kinderrechte von 14. bis 24. November zum vierten Mal auf der Leinwand

Bregenz, 10. November 2009 – Am 20. November 1989 wurde in New York die internationale Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Rund um diesen Tag finden im 20. Jubiläumsjahr die 4. Vorarlberger Kinderrechtsfilmtage statt. Sieben ausgewählte Filme werden von 14. bis 24. November in vier Vorarlberger Kinos gezeigt. Sie sollen Kinder und Erwachsene über Kinderrechte informieren und das Bewusstsein für deren Einhaltung schaffen. Besonderes Highlight in diesem Jahr: Der österreichische Film über das Schicksal junger Asylsuchender „Little Alien”.

20 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention (KRK) durch die Vereinten Nationen und 17 Jahre nach der österreichischen Zertifizierung der 54 Konventionsartikel scheint sich in Österreich ein entscheidender politischer Schritt anzubahnen: Noch im November wollen die beiden österreichischen Regierungsparteien ÖVP und SPÖ die internationale Kinderrechtskonvention in einem parlamentarischen Beschluss in den Verfassungsrang erheben.

„Höchste Zeit”, freut sich Festival-Initiator Dr. Gerhard König von der Organisation „Welt der Kinder”, „immerhin ist das Dokument das meist unterzeichnete Abkommen auf internationaler Ebene (UN).” Die Kinderrechtskonvention entspricht im Kontext Kindheit und Kinder den aktuellen Erkenntnissender Kernwissenschaften und gibt damit eine gute Struktur für gesellschaftspolitisches Handeln vor. „Sie ist eine sehr gute Basis, um vernünftige und angemessene kinderpolitische Maßnahmen zu treffen und sollte interdisziplinär noch viel intensiver genutzt werden”, argumentiert König.

Kinderrechte in der Verfassung
Wird die KRK in der Verfassung verankert, können Rechtsakte, die Kinderrechten widersprechen, künftig in letzter Instanz beim Verfassungsgerichtshof angefochten werden. Außerdem kann verhindert werden, dass Gesetze und Verordnungen erlassen werden, die Kinderrechten widersprechen. Vorarlberg ist in dieser Hinsicht Vorreiter. „Das Land Vorarlberg bekennt sich zur UN-Kinderrechtskonvention”, erklärt Landesrätin Dr. Greti Schmid. „Bei allen Maßnahmen des Landes, die Kinder betreffen, wird das Wohl der Kinder vorrangig berücksichtigt.”

Dennoch gehören die Inhalte der Kinderrechte noch immer keineswegs zum Allgemeinwissen der Bevölkerung. Mit den Vorarlberger Kinderrechtsfilmtagen wollen die Veranstalter deshalb immer wieder über die Kinderrechte und deren Anwendung in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen informieren. „Die von uns ausgewählten Filmen setzen diese Themen anschaulich und spielerisch um, dem Lebensalter der Kinder entsprechend “, erklärt Gerhard König.

Erstklassige filme
Zum vierten Mal veranstaltet „Welt der Kinder” in Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Filmclubs (Filmforum Bregenz, Spielboden Dornbirn, Altes Kino Rankweil), den großen Vorarlberger Sozialeinrichtungen (aks, Caritas, IfS, SOS-Kinderdorf und Vorarlberger Kinderdorf) und dem Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch die Vorarlberger Kinderrechtsfilmtage.

In vier Kinos in Bregenz, Dornbirn, Rankweil werden von 14. bis 24. November sieben Filme gezeigt. Highlight des diesjährigen Festivals ist der österreichische Film „Little Alien”, der anschaulich die Situation junger Asylsuchender in Österreich dokumentiert. Regisseurin ist die junge bosnische Filmemacherin Nina Kusturica, die selbst vor 17 Jahren als Flüchtling nach Österreich kam. Im Programmheft der Filmtage sind alle Filme mit den in der Handlung verknüpften Kinderrechten aufgelistet.

Schülervorstellungen
Für die Schülervorstellungen haben sich bereits zahlreiche Schulklassen angemeldet. Nach den Vorstellungen können die Kinder jeweils mit einem Ansprechpartner von „Welt der Kinder”, den Sozialeinrichtungen oder Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch über das Gesehene diskutieren. Die Voranmeldung für Schulen läuft noch.

Nähere Informationen unter www.weltderkinder.at.

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