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17 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in Dornbirn

Dornbirn (VN) -  Dornbirner Flüsse und Bäche sollen für das 100-jährige Hochwasser gewappnet werden. 17 Millionen Euro werden für Verbauungen investiert.
Drei Flüsse, drei Gefahrenquellen

Seit wenigen Tagen liegt das Hochwasserschutzprojekt„Dornbirner Ache und Bäche Dornbirns“ auf dem Tisch. Noch im Herbst wird der Stadtvertretung eine Prioritätenreihung aller Maßnahmen mit Zeitfahrplan zur Beschlussfassung vorgelegt. Für eine möglichst optimale Hochwassersicherheit müssen Stadt, Land und Bund tief in die Kasse greifen: In den nächsten 15 Jahren werden für Verbauungen 17 Millionen Euro investiert.

Verklausungen befürchtet

„An der Dornbirner Ache wurden in den letzten Jahren mit hohem finanziellen Aufwand bereits mehrfach Hochwassersicherheitsmaßnahmen umgesetzt, aber dies reicht noch nicht“, kündigt Tiefbaustadtrat Mag. Gebhard Greber weitere Baumaßnahmen an. Rein rechnerisch kann ein 100-jähriges Hochwasser derzeit im Stadtgebiet bis zum Beginn der Auwaldzone weitgehend schadlos abfließen. Allerdings besteht bei extremen Wassermengen durch Geschiebeanlandungen oder Verklausungen durch Baumstämme die Gefahr, dass es in Teilbereichen zu Überschwemmungen kommt.

Daher sieht das Projekt Sohlabsenkungen, Dammerhöhungen und eine Anhebung der Radwegbrücken Enz, Nummernsteg und Egentensteg zwischen 20 und 80 Zentimeter vor. Außerdem ist das Mauerwerk des Achdammes an einigen Stellen sanierungsbedürftig. Ein Problem ist die Sägerbrücke. Sie soll im Zuge des Ausbaues des Teilstückes zwischen der Kreuzung Schmelzhütterstraße/Stadtstraße und Kronenkreuzung saniert und angehoben werden.

Kritische Situation

„Kritischer ist die Situation am Fischbach und am Haselstauderbach“, sieht Greber bei diesen beiden Gewässern dringenden Handlungsbedarf. Am Fischbach gibt es Probleme auf der ganzen Länge, am Haselstauderbach kann es im Extremfall zu Überflutungen oberhalb der ÖBB kommen, stellten die Experten fest. Geplant sind deshalb eine Entlastungsleitung von der Kirche bis oberhalb der ÖBB, eine Verbreiterung des Flusslaufes sowie ein Retensionsbecken, das bei Hochwasser geflutet werden kann. Auch entlang des Fischbaches ist unter anderem eine ein Kilometer lange Entlastungsleitung vom Steinebach bis zur Dornbirner Ache vorgesehen. Wert wird auf einen naturverträglichen Ausbau gelegt.

Hochwasser als Preis des Klimawandels

„Durch eine Kombination aller Maßnahmen am Haselstauderbach, Fischbach und an der Dornbirner Ache sollen mögliche Hochwasserspitzen eines 100-jährigen Ereignisses schadlos durch das Stadtgebiet geleitet werden können“, ist Greber guter Dinge, dass die Überschwemmungsgefahr in Zukunft weitgehend gebannt werden kann. Hier zu sparen wäre seiner Meinung nach grundlegend falsch, weil durch den Klimawandel Hochwasserereignisse häufiger und öfter auftreten können. VN-HA

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