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16-Jährige brutal vergewaltigt

Vor zwei Jahren: "Es war immer dieselbe Masche: Junge Mädchen wurden nach Hause gelockt, mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht und danach vergewaltigt“.

So hat Staatsanwalt Manfred Melchhammer die Taktik des 35-jährigen Türken zusammengefasst. Passiert sind die Vorfälle bereits vor zwei Jahren, lange schwiegen die Mädchen – aus Angst.

Mit Drogen gelockt

Im Juni vor zwei Jahren rief der Vorbestrafte die 16-Jährige nachts an. „Ich hab was für Dich“ lockte der Arbeitslose. Der Teenagerin war klar, dass es um Kokain ging und wollte das Angebot nicht abschlagen. Sie fuhr zu dem Türken in dessen Wohnung nach Lustenau. Die beiden nahmen Kokain und schmusten miteinander. Bis zu diesem Punkt war das Mädchen einverstanden – mit mehr aber nicht. Als der Mann sie zum Geschlechtsverkehr drängte, lehnte sie ab. Doch das war dem Angeklagten gleichgültig. „Ich brauche auch Liebe“, sagte er als Rechtfertigung. Der Mann vergewaltigte das Mädchen, dann ließ er sie gehen. Um auch sicher zu gehen, dass sein Opfer schweigen würde, drohte der Gewalttäter: „Ich bringe Dich um wenn Du was sagst!“ Selbstmordversuch Dem Mädchen ist die Angst ins Gesicht geschrieben: „Irgendwann ist er wieder draußen und wird seine Drohungen wahr machen“. Nach dem Vorfall versuchte sie sich umzubringen und ist seitdem immer wieder in psychiatrischer Behandlung. „Sie hat das Erlebte auch zwei Jahre danach nicht verkraftet“, resümiert Richter Peter Mück. So wie der 16-Jährigen erging es noch einem weiteren Mädchen: in diesem Fall war das Opfer erst 14 Jahre alt.

Drei Jahre Haft

Auch hier wurde gekokst und getrunken – nur knapp konnte die junge Frau einer Vergewaltigung entkommen. Einen Schuldspruch wegen geschlechtlicher Nötigung gab es dennoch. Die nächsten drei Jahre wird der Täter hinter Gitter verbringen, das Urteil will er jedoch bekämpfen, kündigte er bereits nach der Urteilsverkündung an.

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