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1500 Diebstähle im Jahr bei ÖBB

Das Echo auf die "VN"-Berichte über die Diebstähle in Nachtzügen ist immer noch groß. Nach wie vor melden sich Leser, die im Schlafwagen beraubt wurden und sagen: "Ich bin davon überzeugt, dass ich zuvor betäubt wurde".

1500 Fälle

Die jetzt von der ÖBB veröffentlichten Zahlen bestätigen die Erfahrungen vieler Reisender über die Diebstahlsvorfälle. “Im vergangen Jahr sind uns österreichweit 1500 Vorfälle gemeldet worden, wobei sich diese Zahl auf Vorfälle im Zug sowie am Bahnhof bezieht”, teilte ÖBB-Pressesprecherin Katharina Gürtler auf “VN”-Anfrage mit. Ein Sicherheitsleck sieht die ÖBB aber nicht, schließlich befördere man ungefähr 188 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Doch die Dunkelziffer der Betroffenen, dürfte noch höher liegen. Viele berichten davon, dass zwar ihre Taschen durchwühlt wurden, aber letztenendes nur wenig oder gar nichts gestohlen wurde. Aus diesem Grund wurde von diesen Reisenden auch keine Anzeige erstattet.

“Wir bitten jeden Fahrgast, der bestohlen wurde, die Sache zu melden”, appelliert Katharina Gürtler. Doch dieses Meldesystem scheint nicht lückenlos zu funktionieren. Im Gespräch mit den “VN” gab die ÖBB kürzlich an, dass die bestohlene Christina Bolter aus Klaus – die “VN” berichteten über diesen Fall in der vergangenen Woche – überhaupt nicht in der Statistik auftauche, man habe keine Aufzeichnungen darüber. Obwohl in diesem Fall eine Anzeige erstattet wurde. Fatal für ein System, dass aufgrund der Anzahl der gemeldeten Vorfälle auf einer bestimmten Strecke erst bestimmte Sicherheitsmechanismen in Gang setzt.

Anonyme Tester

Auch die Vorwürfe vieler Betroffener über mangelnde Aufklärung und Hilfe von Zugbegleitern weist man zurück: “Die Zugbegleiter der ÖBB werden in ihren Schulungen für das Thema ‘Sicherheit auf Reisen’ sensibilisiert. Gerade für jene Zugbegleiter, die in Nachtzügen unterwegs sind, gibt es ein umfangreiches Schulungsprogramm”, lässt die ÖBB über ihre Pressesprecherin verlauten. Seit März seien außerdem in ganz Österreich mehrere Mitarbeiter als anonyme Qualitätstester im Einsatz, heißt es weiter. Sie sollen Mängel und Defekte an die zuständigen Stellen weiterleiten.

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