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150 Jahre Liedertafel

Voll besetzter Pförtnersaal beim 150-jährigen Liedertafel-Jubiläum.
Voll besetzter Pförtnersaal beim 150-jährigen Liedertafel-Jubiläum. ©Henning Heilmann
Schon bei unzähligen Veranstaltungen hat die Feldkircher Liedertafel in den vergangenen 150 Jahren für einen festlichen Rahmen gesorgt.
Jubiläumsfeier der Liedertafel

Bei sonnigem Frühlingswetter stand sie nun am Sonntag im voll besetzten Pförtnersaal angesichts des runden Vereinsjubiläums selbst im Mittelpunkt des Interesses.

Die Jubiläumsfestrede zur 150-Jahr-Feier der Liedertafel hielt Feldkirchs langjähriger Bürgermeister Dr. Heinz Bilz (1970 bis 1991). Bilz erinnerte an die zahlreichen Preise im In- und Ausland auf regionalen, nationalen und europäischen Sängerfesten und die vielfältigen Konzertfahrten des Vereins. Der Alt-Bürgermeister bot einen ergreifenden Rückblick auf die Geschichte des Vereins seit seiner Gründung im Jahre 1862 und bedankte sich für das vielfältige stadtverbundene Engagement der Feldkircher Liedertafel von den Weihnachtsfesten im Dom am Stephanitag bis hin zu noblen Faschingsbällen. Die Feldkircher Liedertafel habe schon bei unzähligen Veranstaltungen für einen festlichen Rahmen gesorgt. Ausdrücklich betonte er die lange Tradition des Chors, den Bürgern in der Not beiseite zu stehen, wie in den zahlreichen Benefizkonzerten des Chors, beispielsweise für die Brandopfer von Satteins im Jahr 1870, deutlich wird: „Die Liedertafel war seit jeher ein Verein im Dienst der guten Sache.“ Auch die dunklen Zeiten der Geschichte und die beiden Weltkriege habe der Verein mustergültig überstanden.  

„Singen weckt Lebensgeister“
Vizebürgermeisterin Erika Burtscher sprach sehr eindrücklich von den zahlreichen gesundheitsfördernden Aspekten des Singens: „Singen weckt die Lebensgeister und fördert die Konzentration.“ In diesem Sinne bedankte sie sich im Namen der Stadt bei der Liedertafel für „150 Jahre Gesundheitsförderung.“  Das solle besonders auch in der Zukunft so bleiben: „Macht noch viele Jahrhunderte so weiter.“ In der Grußbotschaft des Landes betonte Dr. Werner Grabher, Leiter des Kulturamts der Landesregierung, die freiheitsfördernden Aspekte des Singens: „Harte Zeiten übersteht man gut mit Gesang.“ Als Beispiel nannte er die Singende Revolution im Baltikum nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Begeisterte Jubiläumsgäste
Zwischen den zahlreichen Jubiläumsgrußbotschaften begeisterte die Liedertafel Feldkirch mit beliebtem lokalem Liedgut wie dem Feldkirch-Lied oder dem „Hoamatle“ – bei den bekanntesten Stücken stimmte auch das Publikum mit ein.

Das anschließende gemütliche Beisammensein bei herrlichem Frühlingswetter wurde ebenso wie schon der „Fliegermarsch“ und eine Polka von Johann Strauss von der Stadtmusik Feldkirch unter der Leiter von Kapellmeister Peter Efferl musikalisch begleitet.  

Bewegte Geschichte
Gegründet 1862 durch den Feldkircher Musikpädagogen Philipp M. Schmutzer, ist die Feldkircher Liedertafel noch heute einer der bedeutendsten Kulturträger der Stadt. Sie ist in alle großen Festlichkeiten der Stadt eingebunden. Zu den eindrucksvollsten Auftritten der letzten Jahre zählt ein Chor-Konzert gemeinsam mit dem berühmten Ivan Rebroff im Dom zu Feldkirch im Jahr 2000 und die Teilnahme am Choir Festival Paris im Großen Saal der UNESCO im Jahr 2004. Die Feldkircher Liedertafel wird von Prof. Walfried („Walli“) Kraher geleitet, der seit nunmehr zehn Jahren als Chorleiter fungiert. Vorstand Christian Lorünser freut sich über zahlreiche Neumitglieder seit dem Jahreswechsel und betonte: „Wer immer Lust hat zu singen, ist bei der Liedertafel herzlich willkommen.“

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