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15-Jähriger wählt Notruf: "Mein Vater hat mir in den Bauch gestochen"

Vorgetäuschte Messerattacke in Lustenau
Vorgetäuschte Messerattacke in Lustenau ©Canva | APA
Die falsche Meldung einer Messerattacke in Lustenau löste einen umfangreichen Polizeieinsatz aus. Ein Anruf führte die Einsatzkräfte in ein Mehrparteienhaus, doch vor Ort fanden sie keine Anzeichen einer Straftat.

Am Dienstagabend wurde die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch von einem unbekannten männlichen Anrufer darüber informiert, dass es zu einer Messerattacke in einem Mehrparteienhaus in der Rotkreuzstraße in Lustenau gekommen sein soll. Dem Anrufer zufolge habe ein Vater seinem 15-jährigen Sohn mit einem Messer in den Bauch gestochen. Der Anruf wurde plötzlich beendet, woraufhin die Leitstelle den Notruf umgehend an die Polizei weiterleitete.

Sohn täuschte Attacke vor

Auf Grundlage der vagen Informationen des Anrufers begaben sich mehrere Polizeibeamte sofort zum vermeintlichen Tatort in der Rotkreuzstraße und durchsuchten das Gebäude. Sie nahmen auch Kontakt mit allen anwesenden Hausbewohnern auf, konnten jedoch keine Hinweise auf einen Messerangriff finden. Nach weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Anrufer, der Sohn eines Hausbewohners, die Messerattacke vorgetäuscht hatte. Der Sohn, der in Frastanz wohnt, wird nun wegen Missbrauchs von Notzeichen bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt.

In den Einsatz in Lustenau und die anschließenden Ermittlungen in Frastanz waren insgesamt elf Polizeistreifen involviert.

(VOL.AT)

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